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Alle Rezensionen zu Bly de Blyant
(Genre »Avantgarde«, Land »Grenzgänger«)

 

ABC
(2013, Hubro HUBROCD2523)

Drummer Øyvind Skarbø, Norwegen. Gitarrist Hilmar Jensson, Island. Tastenmann Shahzad Ismaily, Brooklyn. Klingt nach einer spannenden Kombi, theoretisch. Praktisch ist, getragen von diesen Vorschusslorbeeren, das halbe Album rum, und die Verwirrung legt sich nicht, im Gegenteil. Klar, bei komplett improvisierter Musik ist das so eine Sache mit den Strukturen und Entwicklungen in der Musik, manchmal ist das Zusammenbrechen von Songs grad das Spannende. Doch was das Trio, durchaus klangsinnlich aus Drums, Effektgitarre und nostalgischem Synthie-Gerät zusammengestrickt, hier aufreiht, klingt über weite Strecken eher nach dem musikalischen Pendant eines Skizzenbuchs. Kleine Ideen, fixe und lahmere, viele mit Potential, aber eben nur mit Bleistift (daher vielleicht der Bandname??) hingehuscht.

Zum Glück wird die Zeichnung zum Alben-Ende hin dichter und konkreter. Es entwickelt sich was - durchaus spannungsvoll. Um im Bild zu bleiben: An den Skizzen huscht man im Museum ja meist eher vorbei (so viele, ganz nett, aber wo ist die Kunst?). Bei den Zeichnungen bleibt man stehen. Aha, Gesamteindruck - und so und so gemacht. Doch dann ist der Rundgang auch schon zu Ende. Empfehlung an das Trio: Wagt euch doch mal an zwei, drei Ölgemälde. Die kauf ich euch dann ab. (sep)



Siehe auch:
Øyvind Skarbø / 1982
Hilmar Jensson / Jóel Pálsson
Skúli Sverrisson
Jim Black's Alas No Axis

 Bly de Blyant: ABC

   

Hindsight Bias
(2014, Hubro/Grappa HUBROCD2539)

Auf Album Nummer 2 finden Bly de Blyant schon eher songartige Formen für ihre Stücke, frisch und heiter etwa im poppig tirilierenden »Laura«. Doch auch assoziative Klangbilder finden nach wie vor Eingang in die freigeistige Pop-Jazz-Welt des Trios, wie in den eher verhalten dahinschleichenden »Hindsight Bias« und »The Eighteen Irascibles«. Immer wieder kombinieren Bly de Blyant ihre Instrumente in unkonventioneller Weise, so dass sich im wahrsten Wortsinn »verspielt«, wer hier gerade welches Instrument bedient.

Humor und Leichtigkeit gehören jedenfalls zu den wesentlichen Eigenschaften der drei Jungs sowie ihrer Musik. Nach »ABC« geht's hier weiter mit »DEFGHIJKL«. Und der disparate Eindruck des Debüts stellt sich hier über die Sprünge zwischen Stilen ein: das recht knappe Gitarrero-Jazzrockstück »Michael Jackson Pollock« wartet daher mit dem adäquaten Titel auf. Schön, dass die Band sich nicht einordnen lässt; jedes Stück eine neue Welt. (ijb)



Siehe auch:
Kjetil Møster
Hilmar Jensson, Angelika Nescier, Scott McLemore



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