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Alle Rezensionen zu Baby Woodrose
(Genre »Rock«, Land »Dänemark«)

 

Chasing Rainbows
(2007, Bad Afro AFROCD035)

Da sitzen sie nun mit ihren Instrumenten. Die Standleitung zur Gegenwart gekappt, nur mit ein paar schäbigen 7-Inches von Bands, deren Name nie auf einem Albumcover prangte. Wo der Summer Of Love schon von der großen Mehrheit vergessen ist, klammert sich dieses Trio an regenbogenfarbene Friedensflaggen und nostalgische Momente. Symboliken, die in ihrer Überhöhung über sich hinaus wachsen, größer und größer werden und jede Saite von Gitarre und Sitar in Besitz nehmen.

Kein Wunder also, dass jeder Ton in amerikanischem Garagen- und Psychedelik-Sound der Sechziger Jahre ertränkt wird und seltsam zivilisationsmüde Soli im Hintergrund umher schleichen, während die klassische Schlagwerk-Gitarre-Orgel-Besetzung offensiv ihre Haare wachsen lässt. Das kann man nun herrlich traditionell finden oder furchtbar altmodisch. Jedoch: Superstars wären sie selbst vor vierzig Jahren nicht geworden. (maw)



Siehe auch:
The Defectors

 Baby Woodrose: Chasing Rainbows

   

Baby Woodrose
(2010, Bad Afro AFROCD038)

Einfach gestrickt heißt noch lange nicht blöde. So lange man sich eine gewisse Selbstironie erhält, geht das weitgehend in Ordnung. Baby Woodrose betreiben auf ihrem selbst betitelten achten Album unverdrossen Traditionspflege, den Blick fest nach hinten in Richtung 60er gerichtet. Mastermind Lorenzo Woodrose lässt sich genüsslich in bluesigem, schweißigen Gitarrenrock treiben wie in einem Kessel blubbernden Dampfwassers. Unternimmt mit wummernder Farfisa-Orgel gepflegte Schlenker ins Psychedelik-Land und versucht sich an orientalischen Klängen. Das war sehr trendy im Jahr 1967.

Auch ein gestandenes Rockhippie-Mannsbild hat seine sanften Seiten, und so geht es hier inhaltlich immer wieder um die Damenwelt und ihre Unberechenbarkeiten. Die Ode an Emily ist ein Herz-Schmerz-Ballade mit politisch korrektem Respekt vor der Weiblichkeit. Brav, sehr brav! Es muss sehr bequem in dieser Zeitblase sein, denn in zehn Jahren ist hier kein frischer Wind durch das hermetisch geschlossene Universum von Baby Woodrose gezogen. Auf Dauer erstickend, das. (emv)

   

Money For Soul
(2003, Bad Afro/VME CD 018)

Der Hit gibt das Tempo vor. Und so schaltet man immer wieder zurück zu »Everything Gonna Be Alright« – ein Song, der die pure Kraft der Mannen um den Gitarristen und Organisten Lorenzo Woodrose (bisher) am besten bündelt, in dem er sich leicht zur Ballade hin öffnet. Dabei sind auch die anderen Songs des Trio nicht zu verachten, wenn man rauen, schnörkellosen Rock mag, der auf ein paar wabbernde Gitarrenriffs nicht verzichten will, überhaupt das Markenzeichen dieser Band.

Allein nach einer gewissen Zeit stellt sich eine Ermüdung ein. Alles andere klingt doch arg ähnlich, kicklos, auf die Dauer spannungslos. Nicht überzeugend auch der Softsong »Carrie«, nicht zwingend der bräsige Rausschmeißer »Volcano«, und so landet man halt doch wieder bei »Everything Gonna Be Alright«. Ach, dieser Song ist wirklich gut. (frk)



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