Zur Hauptseite
Diese Seite empfehlen Neuheiten Artikel Service Suche Impressum

Alle Rezensionen zu Myrra Rós
(Genre »Pop«, Land »Island«)

 

Kveldúlfur
(2013, BESTE! UNTERHALTUNG/Broken Silence BU036)

Mit ruhiger Schönheit und stillem Strahlen hängt Myrra Rós auf ihrem Debütalbum »KVELDÚLFUR« gehobenen Alltagsgedanken nach. Wer sagt denn, dass diese keine Tiefe besitzen? Das Leben ist eben oft komplizierter als gedacht, und manch scheinbar rote Faden hat ein loses Ende. In ihren ebenso spar- wie sorgsam arrangierten Songs balanciert die Sängerin aus Reykjavik fein auf dem schmalen Grat zwischen Ballade und Song, zwischen Tag und Traum. Der Eingangstrack »Við Og Við Tvö« zelebriert zu zarten Gitarren- und Streicherklängen eine zärtliche Form der Nachdenklichkeit. Darüber liegt die helle, elfenhafte Stimme der Chanteuse. Um hier zumindest ein isländisches Klischee zu bestätigen!

Myrra Rós macht Musik für die blauen Dämmerstunden. Die durchaus wie im Song »Animals« auch flinkfüßig im Popmodus daherkommen oder wie in »Áru Lag« sogar ganz leise Jazzanleihen aufweisen kann. Emotionale Achterbahnfahrten sind die Sache der Sängerin so gar nicht. Sie pflegt lieber die Kunst der unaufgeregten Dynamik. Wer aber ein ganz kleines bisschen glücklich werden will, der mag hier einen kleinen Zipfel davon erhaschen. (emv)

Myrra Rós: Kveldúlfur

Offizielle Website

Offizielle Website      http://de-de.facebook.com/myrrarosmusic

   

One Amongst Others
(2015, BESTE! UNTERHALTUNG/Broken Silence Bu069)

Hürde genommen! Die isländische Chanteuse Myrra Rós hat sich bei ihrem zweiten Album »ONE AMONGST OTHERS« dafür entschieden, den schwierigeren Weg zu gehen. Nicht stehenzubleiben, sondern Risiken einzugehen und neue Dinge auszuprobieren! Bereits mit ihrem elektronischen Nebenprojekt VAR zeigt sich die Musikerin aus Reykjavík experimentierfreudig. Die Songs des Zweitlings kommen nun vielschichtiger und komplexer daher. Streben vom Singer-Songwriter-Pop weg in Richtung anspruchsvollem Kammerpop.

Schon der erste Track »Hvarf« mit seinen innigen Streichern, den dahingetupften Piano-Akkorden und den bewusst sparsam eingesetzten elektronischen Klängen ist eine Abkehr vom Erstling: Hier it der zärtliche, hymnische Postrock der Landsleute Sigur Rós spürbar! Dass sie sich aber nicht von ihren Wurzeln trennen will, zeigt Myrra Rós mit der ebenso ruhigen wie eindringlichen Ballade »Dark Horse«. Ein brüchiger kleiner Song zum Lob der kleinen Alltgsdinge ist der Musikerin mit »Paper Planes« geglückt: Damit hebt sie in luftige Höhen ab! Myrra Rós schreibt Songs mit Tiefgang, jenseits aller Elfen-Klischees. Das ist Träumen für Fortgeschrittene! (emv)



Siehe auch:
VAR
Sigur Rós



Neuheiten | CD-Rezensionen | Artikel | Service | Suche | Impressum | Datenschutz

CD des Monats | Nach Genre | Nach Land | Nach Musiker | DVDs | Erweiterte Suche

              

© 2000 - 2019, Design & Programmierung: Polarpixel