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Alle Rezensionen zu Tiger Lou
(Genre »Rock«, Land »Schweden«)

 

Is My Head Still On?
(2004, Startracks/Zomba STAR 1148-2)

Haben wir doch gewußt. Hätte uns umgekehrt auch maßlos enttäuscht. Wenn nämlich Rasmus Kellerman alias Tiger Lou nach seiner EP »TROUBLE AND DESIRE« nicht ein Debüt-Album vorlegen würde, das wir abends mit ins Bett nehmen, damit wir es gleich morgens zur Hand haben. Ein ganz wundervolles Album. Ach – eine ganz und gar zu hütende Kostbarkeit, an der man sich nicht satthören kann und wo noch immer nicht entschieden ist, was der Lieblingssong sein könnte, so groß ist die Auswahl.

Kleine feine Song sind darauf versammelt, zusammengehalten allein schon von seiner selbstsicheren Stimme, die einfach fesselt. Getragen von schnellen, kompakten und stil- wie zielsicheren Gitarrenriffs. Begleitet von einer melancholisch wimmernden Orgel, die so sparsam wie exakt eingesetzt wird. Der Mann hat einfach Kraft – und bis auf den Bass spielt er alle Instrumente. Und wir starten die CD wieder von vorn. Oder lauschen seinem Alter Ego Araki. (frk)



Siehe auch:
Araki
Las Puertas
Firefox AK
Boy Omega


Zum Artikel über Tiger Lou

 Tiger Lou: Is My Head Still On?

   

Trouble & Desire And B-Sides
(2019, Startracks/Indigo)

Alten Tiger-Lou-Fans (und davon gibt es außer der Verfasserin dieser Zeilen wohl noch ziemlich viele!) geht hier das Herz ganz weit auf: »TROUBLE & DESIRE AND B-SIDES« enthält neben der EP »TROUBLE & DESIRE« aus dem Jahr 2003 zwei komplett unveröffentlichte Songs sowie diverse B-Seiten. Was, das soll fast 20 Jahre her sein, dass sich Rasmus Kellerman alias Tiger Lou mit seinen nahezu perfekten Indierocksongs über zarteste Abstufungen dunkler Seelenzustände erstmals in unsere Herzen geschlichen hat? Was, das war Mitte der Nuller-Jahre, als Rasmus uns mit intensiven Konzerten im alten Hafen 2 in Offenbach fast zu Tränen gerührt hat? Mit Gigs, die bis heute auf der ewigen Bestenliste ziemlich weit oben stehen? Hach, es brauchen nur die ersten Takte des Openers »Sam, As In Samantha« zu erklingen, und da flammt die alte Liebe mit Macht wieder auf. Manchmal muss die Rezensentin die journalistische Unvoreingenommenheit eben mal außen vor lassen!

Das Tiger-Lou-Stammlabel Startracks feiert mit dieser Veröffentlichung sein bereits 25-jähriges Bestehen. Und man fragt sich hier bisweilen, warum es mancher dieser Kellerman-Song eigentlich nicht auf ein reguläres Album des Stockholmer Musikers geschafft hat. Denn qualitativ ist kein Unterschied auszumachen. Genug zurückgeblickt: Im Jahr 2019 fragt man sich, ob sich der inzwischen fast 40jährige Tiger Lou noch einmal mit neuen Songs zurückmelden wird. Spannende Frage, das! (emv)

Video-Link

   

A Partial Print
(2008, Startracks STAR 153121-2)

Rasmus Kellermann traute es sich wieder zu, im Alleingang ein Album einzuspielen. Ein Album, das sich als Spaziergänger tarnt. Beiläufigkeit scheint zunächst die dominierende Macht zu sein, Unscheinbarkeit wirft ihr Licht auf die zehn Tracks, die erst allmählich ihre Wirkkraft entfalten. Die Ergriffenheit und melancholische Selbstversunkenheit wurde auf dem Weg liegen gelassen und dafür Dynamik und Friedfertigkeit aufgeladen.

Ein wenig scheint es, als genügt »A PARTIAL PRINT« sich selbst, wirkt fast ausgeglichen und von einer tiefen inneren Ruhe durchströmt. Eine Enttäuschung ist dieses Album keinesfalls, jedoch fehlen die richtig überzeugenden Spannungsbögen, Melodien und packenden Atmosphären, die die beiden Vorgänger ausgezeichnet haben. Der konventionelle Puls dieser Aufnahmen verwässert ein wenig die bekannten Tiger Lou'schen Eigenarten. (maw)

   

The Loyal
(2005, V2 707.3488.2)

Herr Kellermann hat das seltene Talent, perfekte Popsongs über zarteste Abstufungen dunkler Seelenzustände zu schreiben. Und dabei nicht in depressive Düsternis zu verfallen, sondern die Botschaft zu vermitteln: Das ist schon in Ordnung so. Denn ich bin trotzig und kämpfe. Alle, die »IS MY HEAD STILL ON?« liebten, werden von »THE LOYAL« bis zum Herzflimmern hingerissen sein.

Härter ist er geworden, unser Rasmus. Die frühere Traumverlorenheit ist einer akuten Dringlichkeit gewichen, die den Songs eine neue Intensität verleiht. Wieder spielt das Multitalent fast alle Instrumente selbst. Staunen mag man, was dieser Mann scheinbar mühelos an großartigem Songwriting zaubert. Lieben muss man ihn ohnehin, den Meister, der den Verzweiflungsanfall zur Kunstform erhoben hat. Geht nicht anders. (emv)

   

Trouble And Desire
(EP, 2003, Startracks/Zomba STAR 10876-2)

Der sich hinter dem Pseudonym Tiger Lou verbergende Musiker hat die vier Songs seines Debüts unter den Fittichen des Labels STARTRACKS (Fireside, Kjellvander, Jaffa De Luxe) sowohl geschrieben als auch getextet.

Weit wichtiger als diese Tatsache ist allerdings die Überzeugungskraft eben jener vier Songs. Wann hat man zuletzt so selbstverständliche Musik gehört? So rein, klar, stimmig und souverän gespielt wie besungen? Kurz gesagt: Tiger Lou geht zurück zum Rock in seiner besten Form. Dann nämlich, wenn sich sofort das Gefühl einstellt, man hätte die Songs schon einmal hören müssen. Schnörkellos und frisch in der Anmutung. Gründlich und solide in der Ausführung. Bitte bitte mehr! (frk)



Siehe auch:
Fireside
Christian Kjellvander



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