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Alle Rezensionen zu Michael Aadal Group
(Genre »Jazz«, Land »Norwegen«)

 

Abigail
(2013, Losen Records LOS 122-2)

Michael Aadal formierte seine Group 2008, »ABIGAIL« ist die zweite CD der Band. Der Gitarrist aus dem norwegischen Kristiansand hat klare Vorstellungen vom Klang seiner Musik: viel Luft weht durch die Kompositionen, die Inspiration durch die Natur wird immer deutlich. Stilistisch lässt sich Aadal nicht einschränken, die Musik steht Rock und Country bzw. Americana mindestens so nahe wie dem Jazz.

Vor allem die Kombination von Aadals Gitarre mit der Pedal Steel Guitar von Anders Hofstad Sørås ist ebenso ungewöhnlich im jazzigen Kontext wie reizvoll. Dazu kommt André Kassens Saxophon und die Rhythmusgruppe aus Ole-Bjørn Talstad (p), Audun Ramo (b) und Gunnar Sæter (dr). Das Titelstück setzt gleich zu Beginn ein Ausrufezeichen, aber gerade die eher hymnischen Stücke wie »The Way Home« gefallen. Zum Schluss gibt es noch eine zweite Version von »Abigail« mit Gastsänger Stein Roger Sordal – diese ist fast noch besser als die erste. In jedem Fall besetzt Michael Aadal eine Nische, nennen wir es mal norwegischen Country Jazz. (tjk)

Michael Aadal: Abigail

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.myspace.com/maadal

   

Pomona
(2016, Losen Records LOS 158-2)

Wenn bei Ihnen der Hörgenuss von Michael Aadals Sextett Erinnerungen an die guten alten Dire Straits oder an die warmen Americana-Alben von Bill Frisell weckt, dann ist das kein Zufall, obgleich der Gitarrist aus dem Süden Norwegens kommt. Das dritte Album seiner Group benannte er nach dem Ort (der Pomona Avenue im kalifornischen Fullerton), wo Anfang der 1950er Jahre die berühmte Fabrik der Firma Fender lag, deren Stratocaster viele von Mark Knopflers Aufnahmen maßgeblich prägte. Der britische Musiker spielte die Rockgitarre häufig auf eine Weise, die nah am Jazz liegt, während der Amerikaner Frisell vom Jazz kommend oft eine Country- und Blues-Richtung einschlug.

Eine ähnlich individualistische Haltung und im norwegischen Jazz untypischer Sound prägt Aadals reiche und sinnliche Ensemblemusik mit rockmusikalischem Flair, aus der er selbst weniger als Chef heraussticht, als man das von vergleichbaren Gruppen kennt. Die Michael Aadal Group hat sich eingespielt und tritt nach dem sehr schönen »ABIGAIL« nun als ein ebenso vielstimmiges wie emotional kompaktes Kollektiv in Erscheinung. »POMONA« verströmt eine charmante Roadmovie-Stimmung mit üppigem Klang, dabei leicht und unangestrengt, auf jeden Fall wärmer und heiterer, als das melancholische Covermotiv verkündet. (ijb)

Audio-Link Video-Link



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