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Alle Rezensionen zu Asbjørn
(Genre »Beats«, Land »Dänemark«)

 

Pseudo Visions
(2015, Sinnbus SR058)

Ein blasser Troubadour für das elektronische Zeitalter: Asbjørn, der Däne aus der Hafenstadt Århus mit derzeitigem Wohnsitz in Berlin, schreibt auf seinem vom eigenen Label herausgebrachten Album »PSEUDO VISIONS« einen modernen Fortsetzungsroman, der in den vergangenen Monaten häppchenweise erschienen ist. Nur vordergründig zelebriert die platinblonde Nachwuchskraft hier hochglänzenden Elektronikpop für urbane Schönmenschen. Denn schnell erkennt man, dass diese Tracks ebenso kompliziert wie tiefsinnig und tanzbar sind. Die kunstvollen Falsett-Vocals lenken nur davon ab, dass sich hinter der strahlenden Fassade ein wahres Geflecht komplizierter Gefühle verbirgt, die sich auf kunstvolle Weise einen Pfad durchs emotionale Dickicht bahnen. Empfindsamkeit regiert hier. Und somit ist Asbjørn dem Pop näher, als es auf den ersten Blick scheinen mag.

Auf simple Weise glücklich werden wird der unterkühlt wirkende Barde in diesem Leben wohl nicht mehr. Lieber den aufregenderen Umweg gehen: Tief seufzen mit der pianoverliebten Ballade »Body Of Work«, einen kleinen Abstecher zu den R´n´B-Cousins machen mit »Kiddo«, elektronisch schwelgen mit »Dark Clouds«, bis man fast von einer Marzipanvergiftung dahingerafft wird. Oder schwerelos schwebend nachdenken mit dem vielleicht schönsten Track »Moonia«. Wer hätte das gedacht: Dieses Album ist ein kleine Schatztruhe, in der sich immer wieder neue, geheimnisvolle Schubladen auftun! (emv)

 Asbjørn: Pseudo Visions

Offizielle Website

Offizielle Website      http://asbjornmusic.com



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