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Alle Rezensionen zu K-X-P
(Genre »Beats«, Land »Finnland«)

 

III Part I
(2015, Svart Records)

Alles ist hier irgendwie erleuchtet! Die finnischen Exzentriker K-X-P manövrieren auf ihrem dritten Album »III PART I« (Teil zwei soll übrigens in Bälde folgen!) in bisland kaum ausgeloteten musikalischen Fahrwassern. Vangelis meets Krautrock meets Schamanentum meets Spiritual Rock. Huch, was für ein scheinbar kruder Stilmix! Mastermind Timo Kaukolampi gibt das fast schon dämonischen Genie mit spacigem Prediger-Touch. Man schwelgt im Opener »Psychic Hibernation« mit düsterer Wollust in mystischen Klangwelten. Schreibt den instrumentalenSoundtrack für ein Roadmovie, in dem sich die Helden durch Endzeit-Landschaften treiben lassen. Nur um in »Space Precious Time« mit superfetten Bässen und himmelhohen Synthies auf den Retro-Dancefloor zu wechseln. Hui! We fade to grey!

K-X-P gehören in der finnischen Elektronik-Szene übrigens bereits zu den Veteranen: Unter dem Bandnamen Op:l Bastards mischte man die Tanzfläche bereits im Jahr 1996 mit Commodore-Amiga-Sounds gehörig auf. Inzwischen erlebt die Band so wtwas wie ihren zweiten Frühling und spielt in Techno-Tempeln wie dem Berliner Berghain. Eines hat sich aber in all den Jahren nicht verändert: Die Lust der Finnen an der Grenzgängerei. Im episch ausufernden Zehnminüter »Descend To Eternal« nehmen uns K-X-P mit auf eine ausgedehnte klangliche Odysse zwischen Geisterbahn, Glitzerkugel und psychedelischem Untergrund westdeutscher Prägung. Und improvisieren so lange mit komplizierten Soundstrukturen, bis uns Hören und Sehen vergeht! (emv)



Siehe auch:
Op:l Bastards

 K-X-P: III Part I

Offizielle Website

Offizielle Website      http://k-x-p.bandcamp.com/

   

III Part 2
(2016, Svart Records)

Symphonisch! Auf »III PART 2« greifen die exzentrischen Finnen K-X-P mit selbstbewusstem Pathos nach den dunklen Sternen. Discoblitze zucken, schwarze Nebel wallen, elektronische Stürme brausen. Die Musiker um Timo Kaukolampi präsentieren eine machtvolle und eigenwillige Mischung aus Krautrock, Filmmusik, Industrial, Trance und Space. Dass die stilistische Einordnung schwer fällt, das spricht unbedingt für die Grenzgänger aus Helsinki. Die Themen des Albums sind von der düsteren Art: Kriegsangst, Paranoia, dunkle Sexualität und beunruhigendes New Age. Noch Fragen? »III PART 2« wurde übrigens zeitgleich mit dem bereits zuvor erschienen ersten Teil an einem ganz besonderen Ort aufgenommen: Auf der malerischen Festungsinsel Suomenlinna vor den Toren Helsinkis. Wo es so still ist, dass man den eigenen Tinnitus hören kann, wie Kaukolampi sagt.

K-X-P führen uns bei dieser latent gewalttätigen, klanglich überwältigenden Tour de Force durch krautige Klangwelten auf interessante Abwege. Brechen mit Hörgewohnheiten. Der Albumhöhepunkt »Siren« überzeugt als Zwitterwesen zwischen Symphonik und Synthie-Glamrock. Als Dreingabe gibt es trollige Vocals! So entsteht auf Tracks wie »Air Burial« eine beunruhigende Synthese zwischen John-Carpenter-Filmmusik und fiebrigem Metal. So lernt man das Gruseln im elektronischen Zeitalter! (emv)



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