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Alle Rezensionen zu Puunhalaaja
(Genre »Rock«, Land »Finnland«)

 

Puunhalaaja
(2015, Soliti Soliti047)

Welche Lieder mögen wohl Menschen singen, die Bäume umarmen? Der mysteriöse Musiker, der hinter dem Soloprojekt Puunhalaaja steckt, könnte es wissen. Denn der Bandname bedeutet frei übersetzt: Einer, der gerne mit Bäumen kuschelt. Das selbst betitelte Debütalbum ist tatsächlich ein wenig waldschratig ausgefallen. Es knuspert, es scheppert und es bliept aus Spielzeuginstrumenten. Was die Vermutung nahelegt, dass Herr Puunhalaaja ein verschmitzter Schlunz ist, der gerne eigenwillige Alltagsgeschichten erzählt. Der charmante Lo-Fi-Ansatz mit der putzmunteren Gitarre jedenfalls erinnert mitunter ein wenig an das Schaffen der unvergessenen Landsleute Goodnight Monsters.

Der Herr Baumumarmer singt hier über Phänomene wie Post-It-Schlagwörter und macht sich philosophische Gedanken über die Metro. Und schafft es in diesen sanft subversiven Songs, ziemlich stillvergnügt zu klingen. Puunhalaaja ist der neue Diogenes, der in Helsinki in seiner Tonne (also vor dem Laptop!) sitzt und sich Gedanken über das moderne Finnland macht. Und wenn dieser anarchische Klampfer im heimlichen Album-Höhepunkt »Härkä Ja Paimen« (Stier und Hirte!) unvermittelt zu Hochform aufläuft und die Streicher auffährt, dann wird einem doch sehr, sehr froh ums Herz. (emv)



Siehe auch:
Goodnight Monsters

 Puunhalaaja: Puunhalaaja

Offizielle Website

Offizielle Website      www.facebook.com/puunhalaajabandi/

   

Kari
(2018, Soliti Soliti066)

Charmanter scheppern mit Puunhalaaja! Was einst als Wohnzimmerprojekt von Sebastian Forss begann, hat sich auf dem zweiten Album »KARI« zum Bandprojekt entwickelt, ohne sich vom Lo-fi-Ansatz des Erstlings zu verabschieden. Gesungen wird weiterhin auf finnisch, was das Textverständnis dieser sympathisch verschrobenen Songs für Menschen außerhalb Suomis ein wenig erschwert. Laut Wikipedia ist Kari eine karelische Abkürzung des griechischen Namens Makarios, was Glückseligkeit und Glück bedeutet. So sieht also finnische Glückseligkeit aus: Ziemlich schrullig!

Puunhalaaja machen im Titelstück mächtig Krach und klingen ganz schön theatralisch! Und experimentieren neuerdings mit elektronischen Sounds. Sphärisch seufzen können die Jungs aus Helsinki auch, wo sie sich im rätselhaften »Cannesissa (F = m a, osa 2)« unter reichlichem Einsatz von Verzerrgeräuschen auf nach Cannes machen!Wäre ja auch langweilig, wenn man sich nur mit Schlafzimmer-Geschrammel zufrieden gäbe! Am meisten bei sich scheint Meister Forss aber immer noch dann, wenn er philosophische Alltagsbetrachtungen über das Leben und die Liebe anstimmt wie im fein reduzierten »Elina Eläma Vie...«. (emv)

Video-Link



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