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Alle Rezensionen zu Evergrey
(Genre »Metal«, Land »Schweden«)

 

The Inner Circle
(2004, Inside Out/SPV 087-60730)

»Auf unseren Tour-T-Shirts wird stehen: Ich bin mein eigener Gott, Gott geht« – so Sänger und Gitarrist Tom S. Englund. Um keine Missverständnisse hervorzurufen: Das ist kein blöder Spruch im Antichrist-Stil, denn »es geht darum, Fanatiker zu kritisieren, Leute, die andere von ihrer Denkweise überzeugen wollen. Die Gesellschaft von heute verlangt nach jemandem, der den Menschen sagt, wie und was sie zu denken haben.«

Nachdenkliche Worte von einer düster-progressiven Metal-Band, der es in einer Zeit der Fließbandprodukte tatsächlich gelingt, interessante Musik zu machen. Einen Löwenanteil steuert der abwechslungsreiche Gesang des Frontmanns bei: Seine Stimme schwankt zwischen rau-kratzig und geschmeidig, je nach Song. Das Repertoire der Göteborger reicht von Agonie bis Aggression. Anspieltipp: "Ambassador". (nat)



Siehe auch:
Mercenary
Dragonland


Zur DVD-Rezension über Evergrey

 Evergrey: The Inner Circle

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.evergrey.net/

   

Glorious Collision
(2011, Steamhammer/SPV SPV -308762)

Neue Besetzung, neues Glück? Nachdem das Vorgängerwerk »TORN« einige Verrisse eingefahren hat tauschte Tom Englund, Sänger und Gitarrist Evergreys, die komplette Mannschaft bis auf Keyboarder Rikard Zander aus. Was hat sich nun geändert, auf »GLORIOUS COLLISION«?

Auf dem achten Studioalbum ziehen die Schweden das Tempo wieder leicht an, trotz einiger Balladen wie dem abschließenden »… And The Distance«, packen mehr epische, oft elektronische Elemente in die dreizehn Songs und gönnen der Produktion mehr Ecken und Kanten. Gleichzeitig besinnt sich Englund auf die alten Stärken: Bissige Riffs, gewaltige Melodien und abwechslungsreicher, markanter Gesang. Wer progressiven, melodischen Metal, mit vielen düsteren Momenten mag, sollte hier unbedingt zugreifen. (nat)

   

Monday Morning Apocalypse
(2006, Inside Out/SPV 085-48882)

Getreu dem Motto »Weniger ist mehr« kurbelt der Titelsong direkt, derb, effektiv die »MONDAY MORNING APOCALYPSE« an. Die Schweden kürzen ihre Stücke auf dem Sechstling rigoros zusammen; einzig »Still In The Water« knackt die Fünfminuten-Marke. Immer wieder drosselt das Quintett die Geschwindigkeit seines Flitzers und schafft den passenden Rahmen für Eglunds apokalyptische Texte von den Bürden des Lebens.

Flugs preschen Evergrey erneut los, rasen unter der Regie des Gitarristen/ Hauptsongschreibers Henrik Danhage über groovende, druckvolle Fernstraßen. Saubere Leistung – die Beschränkung auf das Wesentliche hat dem Album mehr als gut getan. (nat)

   

A Night To Remember
(2005, Inside Out/SPV 089-40842)

Endlich ein Live-Album, das diesen Namen verdient! Keine überproduzierte Aufnahme in Möchtegern-Studioqualität, stattdessen ein Zusammenspiel zwischen Publikum und Band im Konzertsaal des Storan Theaters in Göteborg am 9. November 2004. Neue Stücke spielen Evergrey nicht, dafür moshen die Fans zu den schnelleren Hits »Blinded« oder »She Speaks To The Dead«, ruhen kurz beim instrumentalen, von Streichern begleiteten »When The Walls Go Down« und schwingen wieder ihre Haare beim Klassiker »Recreation Day«.

Für die Ballade »For Every Tear That Falls« holt Sänger Englund sogar seine Frau Carina Kjellberg zum Duett auf die Bühne. Wer nicht nur hören, sondern auch sehen will, sollte auf die gleichnamige DVD zu diesem Auftritt warten, die im Sommer 2005 erscheint. (nat)

   

Recreation Day
(2003, Inside Out/SPV 085-65532)

Evergrey ist keine Eintagsfliege – das ist spätestens seit »SOLITUDE – DOMINANCE – TRAGEDY« klar – und immer für eine Überraschung gut: Sei es der extrem ruppige Opener »The Great Deceiver«, die Rücksichtslosigkeit einer Double-Bassdrum in »Fragment«, eine reine Akustikgitarren-Ballade oder gar das Remake des schwedischen Pop-Songs »I'm Sorry«.

Ganz nebenbei singt Mrs. Englund erstmalig ausgiebiger in »Your Darkest Hour«. Dass die Schweden Wert auf ihre Texte legen, zeigt »Unforgiveable«, ihre emotionalste Schöpfung: Thema »Leute, die Kinder missbrauchen, sich dann hinter ihrer Religion oder sonst was verstecken, um so dem Gesetz zu entrinnen«. (nat)

   

In Search Of Truth
(2001, Inside Out/SPV 085-41652)

Von der Suche nach (außerirdischem) Leben im allgemeinen – und einem mehrfach von Aliens entführten Mitdreißiger auf der Suche nach der Wahrheit im Speziellen – handelt der intergalaktische Longplayer. Mehr Keyboards, Piano-Geklimper, etwa in »State Of Paralysis«, Chöre in »Dark Waters« – und trotzdem klingen Evergrey auf ihrem Drittling minimal härter.

Ob die drei neuen Extraterrestrischen, aka Gitarrist Henrik Danhage, Bassist Michael Hakansson sowie Keyboarder Sven Karlsson, schuld daran sind? Denn lediglich die beiden Gründungsmitglieder Tom Englund und Drummer Patrick Carlsson sind übrig geblieben. (nat)

   

Solitude – Dominance – Tragedy
(1999, Inside Out/SPV)

Wer weder Black noch Death Metal mag, seine Seele aber trotzdem wütender Düsterkeit verschrieben hat– willkommen! Auf dem Fundament des Vorgängers wird nun geklotzt und nicht mehr gekleckert: Schon das spannungsgeladene »Solitude Within« steckt die bisher dagewesenen Songs locker in die Tasche.

Spannung und Abwechslung kennzeichnen nicht nur den Gesang, sondern ausnahmslos auch die Vertonung der – leider nur – neun Tracks der Power Metaler. »SOLITUDE – DOMINANCE – TRAGEDY« fesselt und inspiriert zugleich. (nat)

   

The Dark Discovery
(1998, Inside Out/SPV)

Beim Debüt der schwedischen Metaler liegt die Herausforderung darin, einen Track vom anderen zu unterscheiden. Zwar spielen die Dunkelschweden schon hier guten atmosphärischen Metal mit progressivem Touch, und Englund überzeugt mit seiner prägnanten Stimme, doch wabert bisweilen ein Lied nebelartig ins nächste hinein.

Bei »Trust And Betrayel« mit seinen beinahe-Mönchsgesängen steht man folglich wie vom Donner gerührt oder wundert sich gleichsam über das männlich-weibliche Balladen-Duett »For Every Tear That Falls«. Der absolute Smasher fehlt – doch der Grundstein ist gelegt. (nat)



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