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Alle Rezensionen zu Kristian Blak & Yggdrasil
(Genre »Jazz«, Land »Färöer«)

 

Travelling
(2011, Tutl HJF 222)

Eivør ist lange vom Yggdrasil herab-, dafür Kristian Blak wieder auf den Namen hinaufgeklettert. Ohne eigene Sänger/-in spielen Yggdrasil eine Weltreise in neun Episoden. Von Nordgrönland vorbei am Weltenbaum, der für den Bandnamen herhält. Neben Meister Blak sind wieder Bruder Mikael am Bass, Anders Hagberg (fl) und andere dabei. Richard Nunns spielt traditionelle Maori-Instrumente – Yggdrasil sind kosmopolitisch.

»Umiaq« und »Horse« machen zu Anfang neugierig, danach geht es schwächer weiter. »Swan« enthält Aufnahmen von australischen schwarzen Schwänen aus dem Jahr 1957. Das rettet das Stück nicht aus der Kitschecke, ebenso kann »Wind« fortgeblasen werden. Die Reise führt zum Apachenhäuptling Winnetou Geronimo, dem Blak im Medizinsong »Goyaalé« die Stimme leiht. Original 1906 aufgenommen wurde der Gesang von Ajukutooq im Inuit-Song »Qajaq«. Diese Reminiszenzen sind lobenswert, insgesamt ist »TRAVELLING« jedoch enttäuschend langweilig und allenfalls tauglich als esoterisches Hintergrundgedudel in der Massagepraxis. (tjk)



Siehe auch:
Kristian Blak
Yggdrasil
Eivör Pálsdóttir

Kristian Blak: Travelling

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.kristianblak.com

   

Yggdrasil
(2002, Tutl HJF 88)

Folk oder Jazz? Manchmal ist es schon ein Kreuz mit den Schubladen. Fest steht jedenfalls: Diese CD ist ein Konzeptalbum über den »YGGDRASIL«, den Weltbaum der nordischen Mytholgie. Fest steht auch: Die gleichnamige Gruppe im Team mit Keyboarder Kristian Blak schöpft aus den verschiedensten Quellen – traditionelle Folktunes von den Färöern, ein grönländisches Kayaklied, vertonte Shakespeare-Sonette, ein schwedisches Trinklied oder Samples von Falken und Goldadlern, über die kunstvoll improvisiert wird.

Die Vorbilder der Sängerin Eivør Pálsdóttir, die mit ihrer hohen Stimme bisweilen an Mari Boine erinnert, stammen aus der Folklore. Die Spielweise und musikalische Offenheit, mit der Saxofon, Flöte, Kontrabass, Drums und vor allem Blaks mäanderndes Pianospiel bedächtig die Themen entwickeln und der Singstimme zweistimmig assistieren, stehen dem Jazz nahe. Ergo haben wir es doch mit feinstem nordischen Jazz zu tun, der der Audruckskraft der besten ECM-CDs um nichts nachsteht. (peb)



Siehe auch:
Piniartut
Dávur Juul Magnussen & Cesurae Collective



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