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Alle Rezensionen zu ABBA
(Genre »Pop«, Land »Schweden«)

 

The Definitive Collection
(2001, Polar/Universal 549.974-2)

Die Zeit adelt doch (fast) jedes Hitwunder. Und so kommt es, dass man als Teenie ABBA während ihrer Erfolge von 1973 – 1982 »irgendwie mochte«, sich danach für seine »jugendlichen Geschmacksverirrungen« schämte und zur Jahrtausendwende, als allerortens nostalgisch verbrämte ABBA-Jubiläen gefeiert wurden, die alten Scheiben wieder aus dem Schrank kramte. ABBA war inzwischen Kult geworden, und es stellte sich nicht mehr die Frage, OB man ihre CDs besaß, sondern WELCHE.

»THE DEFINTIVE COLLECTION« enthält alles, was das Oldie-Herz begehrt – mit 37 Songs auf zwei CDs alle Single-A-Seiten, dazu als Bonus je einen Remix von »Ring Ring« und »Voulez-Vous«. Ein 32seitiges Booklet über den beruflichen wie privaten Aufsteig und Fall der beiden schwedischen Ehepaare (Frida war jedoch eigentlich gebürtige Norwegerin) erhebt dieses liebenswert-naive Pop-Paket tatsächlich zur »definitiven Sammlung«. (peb)



Siehe auch:
Agnetha Fältskog
Nils Landgren

 ABBA: The Definitive Collection

Offizielle Website

Offizielle Website      https://abbasite.com/

   

Millenium Edition
(2000, Polydor/Universal 543.461-2)

Tut das Not? Schon wieder eine Best-Of-ABBA, aus dem Hause Polydor/Universal und dieses Mal unter dem wohlklingenden Namen »MILLENIUM EDITION«. Ob sich das Schwedenquartett davon geschmeichelt fühlen soll? Denn diese Ehre erwies die Plattenfirma neben Donna Summer, Thin Lizzy, Iggy Pop selbst Rainhard Fendrich.

Die Songauswahl verstehe wer will ... Die Stücke stammen kunterbunt gemischt aus der Ära zwischen 1973 – wie »Ring, Ring« oder »People Need Love« – und 1981: »Slipping Through My Fingers«. Dafür fehlen Kult-Hits wie »Waterloo«, »Gimme! Gimme! Gimme!« oder »Super Trouper«. Als letzter Track passt »Happy New Year« zum Jahrtausendwechsel wie die Faust aufs Auge. (nat)

   

The Complete Singles Collection
(1999, Polydor/Universal 543.231-2)

Duftmarkengleich setzten ABBA ihre Singles in die Musiklandschaft der 70er und frühen 80er Jahre. Dabei entwickelt sich die Musik parallel zu Erfolgsdruck und Problemen im Privatleben: Die lieblichen Sinagalong-Stücke wie »Waterloo« weichen nachdenklichen Balladen, etwa »One Of Us«.

Mit ihrem Synthesizer-Sound, dem unverkennbaren Rhythmus und ihrem Markenzeichen, jeder Silbe stakkatogleich eine Note zuzuordnen, kreierten die Schweden ihr eigenes Genre. Ebenso unverkennbar das Titel-Potpourri: Von der deutsch gesungenen Version von »Waterloo« über »Voulez-Vous« bis zu »Money Money« und »Mamma Mia« reicht der Sprachmix dieser Zusammenstellung. (nat)

   

ABBA Live
(1997, Polar POLCD 412)

Das im Original 1986 erschienene, dann 1997 remasterte Album schnitten die Schweden größtenteils bei ihrer Show in der Wembley Arena in London im November 1979 mit. Einige wenige Stücke stammen von ihrer Australien-Tour im März 1977 und vom »Dick Cavett Meets ABBA television special« im April 1981.

Warum sie die Live-Scheibe erst veröffentlichten, nachdem sie bereits seit vier Jahren getrennte Wege gingen, ist schleierhaft. Resteverwertung? Das Publikum feierte jedenfalls enthusiastisch ABBA und deren Superhits, angefangen bei »Dancing Queen« über den Grand Prix-Gewinner bis zu »Gimme! Gimme! Gimme!«, und denkt am Ende möglicherweise: »Thank You For The Music!« (nat)

   

Thank You For The Music
(4 CDs, 1994, Polydor/Universal 523472-2)

»GOLD« und sogar »MORE GOLD« überbietet diese Box: In ihr stecken neben einem reichlich bebildertern Büchlein drei CDs mit fast allen Singles, B-Seiten, den beliebten Albumtracks sowie eine Vierte mit Raritäten und bis dahin unveröffentlichten Titeln. Los geht's mit der ersten Single »People Need Love«; Schlag auf Schlag folgen nicht nur ABBA-Kennern geläufige Hits wie »Waterloo« oder »Super Trouper« bis zum letzten Triumph »Under Attack«.

Als besonderes Schmankerl singen Agnetha und Anna-Frid auf dem letzten Silberling neue Lieder wie »Put On Your White Sombrero« oder »Dream World«; weitere Neuheiten sind die ersten Live-Mitschnitte von »Slipping Through My Fingers« und »Me And I«. Und wir sagen begeistert: »THANK YOU FOR THE MUSIC!« (nat)

   

More ABBA Gold – More ABBA Hits
(1993, Polar/Universal 519.353-2)

»MORE GOLD« ergänzt den Best Of-Vorgänger »GOLD« des Vorjahres um die weniger erfolgreichen Songs und B-Seiten der Singles, sowie ein bis dato unveröffentlichtes Lied. Wer also mehr als die weltweit bekannten Publikumserfolge des schwedischen Erfolgquartetts sein eigen nennen will, entdeckt hier nicht nur »Honey, Honey« oder »Angeleyes«, sondern ebenfalls eher Unbeachtetes wie »Lovelight« oder »Cassandra«.

Dabei setzt die goldige Fortsetzung stärker auf leise Töne, als auf Stimmungsmacher für die überall gefeierten ABBA-Parties. Das Niveau erreicht den »GOLD«-Vorgänger trotzdem nicht ganz. (nat)

   

Gold
(1992, Polar/Universal 517.007-2)

Ein echtes Goldstück: ABBAs beste Songs auf einem der meistverkauften Alben, wenn nicht sogar das meistverkaufte. Hier drin stecken alle Hits von »Waterloo« über »Gimme! Gimme! Gimme! (A Man After Midnight)« bis »Super Trouper«. Dazu geben die Schweden kleine Titelsprachkurse für Spanisch, Französisch oder Italienisch: »Chiquitita«, »Voulez-Vous«, »Mamma Mia«.

Das Quartett reist durch die Zeit, angefangen beim Zweitling »WATERLOO« bis zum letzten Studioalbum »THE VISITORS«; die Vier spielen Rock'n'Roll-Inspiriertes, Nachdenkliches, Dramatisches, Fröhliches. Nicht nur für Sammler empfehlenswert. (nat)

   

The Visitors
(1981, Polar/Universal 549.957-2)

Düster, sentimental, voller Abschiedsschmerz. ABBAs achtes und offiziell letztes Album ist zugleich ihr trostlosestes, avancierte aber zum Liebling vieler Fans. Die Trennung von Frida und Benny mag vielleicht als Inspirationsquelle für »When All Is Said And Done« gedient haben; auch »One Of Us« handelt von dem Ende einer Liebesgeschichte.

Untermalt von niedlichen Melodien und Synthesizerklängen singen Agnetha und Anni-Frid verzagt vom kalten Krieg, wimmern über Einsamkeit, Verlust und Reue. Nach »THE VISITORS« löste sich die Band zwar nicht offiziell auf, produzierte aber auch nichts mehr gemeinsam. (nat)

   

Super Trouper
(1980, Polar/Universal 533.979-2)

ABBA-kadabra – da zaubern die Schweden abermals ein paar Evergreens aus dem Hut: Nicht nur der Album-Namensgeber »Super Trouper« dürfte jedermann geläufig sein. Wetten dass ... fast alle den Refrain von »Gimme! Gimme! Gimme! (A Man After Midnight)« mitsingen können?

Die eher untypische Flötenorgie »The Piper« ist ebenso Bestandteil der digital überarbeiteten Zusammenstellung wie der Livemitschnitt von »The Way Old Friends Do« aus Wembley oder das grüblerisch-dramatische »The Winner Talkes It All«, das von Agnethas und Björns bevorstehender Trennung inspiriert sein soll, so wird gemunkelt. (nat)

   

Voulez-Vous
(1979, Polar/Universal 549.955-2)

Der auf der amerikanischen Discowelle (Earth, Wind & Fire, Bee Gees) schwimmende Sechstling schippert 1979 zu desorientiert zwischen sämtlichen Stilen hin und her: Streicher, Balladen, Pop, Schlager, Tanznummern, Rock'n'roll, Discosound – ABBA können sich nicht für einen Hafen entscheiden und ihre selbstkreierten Klippen, sprich Vorgängeralben, nicht ganz umschiffen.

Auf Grund laufen die Kultschweden dank des Titelsongs, »Does Your Mother Know«, »I Have A Dream« oder des »Gimme! Gimme! Gimme! (A Man After Midnight)«-Bonus trotzdem nicht. Allerdings streifen sie dann doch unregelmäßig ein paar Sandbänke. (nat)

   

The Album
(1978, Polar/Universal 549.954-2)

Die Schweden entwickeln komplexere Strukturen, die Stücke büßen etwas ihrer verspielten Leichtigkeit ein, die Texte gewinnen an Inhalt. »ABBA – THE ALBUM« erscheint in Verbindung mit dem Kinostart von »ABBA – The Movie« – eben diesen eskortieren einige Stücke des fünften Longplayers.

Neben den erfolgreichen Singleauskopplungen »The Name Of The Game« und dem rockigen »Take A Chance On Me« bietet das Album drei Songs aus dem ABBA Mini-Musical »The Girl With The Golden Hair«: Eines davon ist »Thank You For The Music« – obwohl ein bekannter Ohrwurm, erreichte dieses Lied nie den Status einer großen Hit-Single. (nat)

   

Arrival
(1977, Polar/Universal 549 953-2)

Schlag auf Schlag, oder genauer gesagt Treffer auf Treffer landen ABBA mit ihrem vierten Studiowerk »ARRIVAL« anno 1977. Nahezu jedes (inzwischen digital bearbeitete und 2004 neu veröffentlichte) Stück hat das Zeug zum Superhit, etliche werden Kassenschlager und Pop-Klassiker zugleich: »Knowing Me, Knowing You« genauso wie »Money, Money, Money«.

Und zweifelsohne auch »Dancing Queen« – welches die Schweden eigens für die Festlichkeiten um Königin Silvias Krönung komponierten und uraufführten. Ausgefeilte Arrangements der Doppel-»B«s ausstaffiert mit den einnehmenden Stimmen der beiden »A«s erhebt sie endgültig in den Pop-Olymp erhebt. (nat)

   

ABBA
(1975, Polydor/Universal 549 952-2)

Nach ihrem Grand Prix-Sieg 1974 mit »Waterloo« erteilt der Vierer im nachfolgenden Jahr weitere Nachhilfe in Sachen Pop – beispielsweise mit »Mamma Mia« und »S.O.S.«, den beiden größten Attraktionen des selbstbetitelten, digital verbesserten Albums.

Noch ist die Welt im IKEA-Land in Ordnung: Gut gelaunt trällern die Mädels sonnige Weisen zur Bläser-Orgie »I Do, I Do, I Do, I Do, I Do«, geben sogar einen rockigen Ausrutscher zum Besten »Rock Me« oder schieben ein instrumentales Intermezzo dazwischen. Nur auf CD in einer remasterten und 2001 erschienenen Neuauflage schließen sie mit dem Bonus-Medley: »Pick A Bale Of Cotton – On Top Of Old Smokey – Midnight Special«. (nat)

   

Waterloo
(1974, Polydor/Universal 533.985.2)

ABBA: Neben H&M und IKEA die dritte schwedische Instanz. Und was fällt jedermann auf Anhieb dazu ein? Der Grand Prix-Gewinn anno 1974 mit »Waterloo«. Das gleichnamige Album schließt bereits alle Bestandteile des typischen ABBA-Sounds ein: 70er Jahre Rock infizierte, temporeiche Stücke wie »Waterloo« oder »My Mama Said« werden mit Zuckerguss-überzogenen Popsongs und einschmeichelnden Balladen konfrontiert.

Unvergleichliches leisten sich Agnetha, Benny, Björn und Anni-Frid mit dem »King Kong Song«, in welchem sich die Herren der Schöpfung als Affen betätigen – wie schade, dass Musikvideos erst anno 19981 erfunden wurden! (nat)

   

Ring Ring
(1973, Polar/Universal 549 950-2)

Fröhlich, verspielt, unbekümmert trällern die Schweden hier überwiegend unbekannte Stücke. Auch den allerersten Song des Quartetts, nämlich den Überraschungserfolg »People Need Love« aus dem Jahre 1972, beinhaltet das digital überarbeitete Debüt, welches ursprünglich 1973 erschien.

Mit dem Titellied »Ring Ring« treten sie unter dem Namen »Björn & Benny, Agnetha & Frida« für ihre Heimat beim »Grand prix eurovision de la chanson« an und gehen (noch) leer aus. Doch der Song brennt sich bei den Zuschauern ein, die Musiker beschließen als Gruppe zusammen zu bleiben, und kurz drauf heben sie ABBA aus der Taufe. (nat)



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