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Alle Rezensionen zu Jan Garbarek & Hilliard Ensemble
(Genre »Jazz«, Land »Grenzgänger«)

 

Officium Novum
(2010, ECM New Series 2125)

Unglaublich. Es ist auch schon wieder 16 Jahre her, dass Jan Garbarek und das Hilliard-Ensemble das Album »OFFICIUM« aufnahmen. Diese überirdische Mischung aus mittelalterlicher Kirchenmusik und Jazz-Improvisationen war damals für viele Musikfreunde eine Offenbarung – die CD steht, ohne dass sie in irgendeine Schublade passen würde, heute selbstverständlich in jeder halbwegs gut sortierten Plattensammlung.

Nun haben Garbarek und die Hilliards es wieder getan – sich für ein »OFFICIUM NOVUM« getroffen. Statt Gregorianik und Renaissance beschäftigen sie sich diesmal mit Musik aus dem Osten – vornehmlich aus Armenien – und kombinieren alte (aber anders als auf dem Vorgänger auch neu) kirchliche Melodien mit Improvisation. Wieder ist eine CD entstanden, deren Musik scheinbar alle Bodenhaftung verloren hat und irgendwo zwischen Himmel und Erde schwebt. Das ist keine ausdrücklich religiöse Musik mehr, weil sie diesen Kontext des religiösen Rituals verloren hat – sondern einfach Musik. Zwei Eigenkompositionen Garbareks fügen sich da nahtlos ein - und wenn Bruno Ganz im letzten Track, nur 19 Sekunden lang, das kurze Gedicht »Nur ein Wenigs noch« liest, dann ist das die Essenz aus Musik, typisch schön-mystischer ECM-Bookletgestaltung und höchstem künstlerischen Anspruch, ausgedrückt in ein paar Zeilen. (sep)



Siehe auch:
Jan Garbarek
Terje Rypdal & Hilliard Ensemble
Trio Mediaeval & Arve Henriksen
Nordic Voices & Nils Petter Molvær


Zum Artikel über Jan Garbarek

Jan Garbarek: Officium Novum

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.garbarek.com/

   

Officium
(1994, ECM/Universal 445.369.2)

Es wurde ein Selbstläufer; ein Verkaufsschlager, mit dem trotz der musikalisch außerordentlichen Leistungen keiner gerechnet hatte, am wenigsten wohl die Künstler selbst. Für konservative Klassik-Liebhaber mag es zudem blasphemisch klingen, wenn gerade ein Saxofonist die Gesänge des Hilliard Ensembles kommentiert, umspielt und auch mal als weitere Stimme unisono mitmarschiert.

Doch realistisch betrachtet edelt es die aus dem 13. bis 16. Jahrhundert stammenden 15 Stücke, wenn sich ein historisch viel später entstandenes Instrument wie das Saxofon so vollendet zwischen die Singstimmen des englischen Quartetts einreiht und sie so eine respektvolle wie gleichermaßen innovative Neudeutung erfahren. Kritisch anzumerken bleibt im wesentlichen, dass Garbareks Tenor- und Sopransax-Zwischenrufe bisweilen zu präsent, zu verdrängend im Vordergrund stehen – deswegen der eine Punkt Abzug bei der Klangtechnik. (lha)



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