Zur Hauptseite
Diese Seite empfehlen Neuheiten Artikel Service Suche Impressum

Alle Rezensionen zu Ajattara
(Genre »Metal«, Land »Finnland«)

 

Kalmanto
(2007, Spikefarm NAULA096)

Ajattara kommen einfach nicht aus dem Untergrund heraus, trotz neunjähriger Bandgeschichte, trotz des mittlerweile fünften Studioalbums. Liegt es an den finnischen Texten? Mitnichten. Nordischer Black Metal trumpft in seiner Muttersprache erst richtig auf, man denke nur an Dimmu Borgir (»Stormblåst«), Satyricon oder Storm. Das ajattarasche Paradebeispiel »Turhuuden Takila« klingt so brutal, so abgehackt hart – auf Englisch würde es niemals so wirken.

Liegt es an der eigenwilligen Darbietung, so beklemmend, erdrückend finster, wie es kaum eine andere Band dieses Genres vermag? Niederschmetternde Riffs, tonnenschwere Rhythmen lasten auf den Stücken, dazu kommt das schroffe Fauchen Ruojas. Oder ist es ganz einfach der alte Knackpunkt? Es gelingt den Finnen einfach nicht, das Niveau des Openers und zwei, drei nachfolgender Nummern über die Gesamtlänge zu halten. Bei einer Spielzeit von gerade 36 Minuten und neun Songs ein echtes Problem. Und so verschwinden geniale Lichtblicke wie »Alttarilla Aamutähden« zwischen Einförmigem. So hinterlässt »KALMANTO« trotz 20-sekündiger, mehrstimmiger Stöhnorgie in »Naimalaulu«(!) einen etwas unbefriedigten Hörer. (nat)



Siehe auch:
Dimmu Borgir
Satyricon
Storm
Amorphis

 Ajattara: Kalmanto

   

Äpäre
(2006, Spikefarm NAULA077)

Die nach einer nordischen Göttin benannte Truppe um Rouja, aka Ex-Amorphis Fronter Pasi Koskinen, folgt mit »ÄPÄRE« den drei Vorgängern auf dem Fuß: Dunkler Metal groovt in mittlerer Geschwindigkeit, die keyboardunterlegten Melodien gehen schnell ins Ohr, die finnischen Texte verleihen dem Gesang zusätzliche Härte. Mastermind Rouja kreischt wild – in »Tahtomattaan Syntynyt« begleitet ausnahmsweise eine klare Frauenstimme den Refrain – und überlässt nur die Rhythmusabteilung seinen Mistreitern Atoni am Bass / Malakias am Schlagzeug.

Ajattara verzichten auf überflüssige Spielereien und ziehen konsequent ihr fast zu gleichförmiges Tempo durch – der alles entzündende Funke springt leider nicht über. Freude bereitet der Viertling gleichwohl, wer's komplizierter mag kann sich beispielsweise ihre Landsmänner Moonsorrow zu Gemüte führen. Vorwerfen kann man den Nordlichtern jedoch: die mittlerweile typische halbstündige Albumlänge. (nat)



Siehe auch:
Moonsorrow

   

Kuolema
(2003, Spikefarm/Indigo NAULA 040)

»Depraved Black Metal« nennen Ajattara ihren Stil - also »verdorbenen Black Metal«. Ob das in den Lyrics begründet liegt, ist schwer zu sagen, denn auf »KUOLEMA« (»Tod«) wird finnisch gesungen, oder richtiger: gegröhlt. Schwarz kommt der Metal aber auf jeden Fall daher, denn die zehn Tracks erzeugen durchweg eine recht düstere Stimmung.

Im Mid-Tempo gewürgte, stampfende Gitarren und scheinbar direkt aus der Hölle kommende Keyboardklänge im Hintergrund bohren sich gnadenlos in das Gehör des leidenden (?) Metal-Hörers, ganz nach dem Motto eines Demos der Band: »Die Hölle ist der Sünder Himmel!« Abgesehen von der sehr kurzen, nur gut 30minütigen Spieldauer hat der Metal-Fan an dieser CD seine »höllische« Freude. (hog)



Neuheiten | CD-Rezensionen | Artikel | Service | Suche | Impressum | Datenschutz

CD des Monats | Nach Genre | Nach Land | Nach Musiker | DVDs | Erweiterte Suche

              

© 2000 - 2018, Design & Programmierung: Polarpixel