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Alle Rezensionen zu The Broken Beats
(Genre »Pop«, Land »Dänemark«)

 

All Those Beginnings
(2013, Für Records)

Der überkandidelte Oberzausel ist zurück! Lange dachte man, Broken-Beats-Mastermind Kim Munk habe die Segel gestrichen, aber erfreulicherweise ist der ebenso eigenwillige wie unberechenbare Pop-Experimenteur mit der EP »ALL THOSE BEGINNINGS« nach mehrjähriger Schaffenspause wieder kreativ aktiv. Findet mit Tracks wie »So Much Life« hörbaren Spaß an turmhohen Gefühlen und gehobenem Herumgeschmachte. Es geht hier natürlich wieder um die dringlichste aller Fragen: Was empfindest Du für mich?

Verspielt und ungemein eingängig spazieren knallbonbonbonbunte Tracks wie »So Tell Me« durch urbane Landschaften, die mitunter in ihrer Opulenz an Olivia Newton-Johns unvergessenen Hit »Xanadu« erinnern. Souverän, wie Munk Streicher und Gitarren gegeneinander antreten lässt, bis sich beide endlich in den Armen liegen. 6oies-Popherrlichkeit rieselt über diese Songs wie ein Konfettiregen. Bildet eine schönen Gegensatz zu den blauen balladigen Stunden im Broken-Beats-Land, wie »Wonderful«. Munk schläft Haken wie ein Hase: In »Never Been In Love Before« lässt er die Computerkonsolen romantisch bliepen. In einer gerechten Welt würden solche Tracks den European Song Contest mit weitem Abstand gewinnen und die halbe Welt dieses flotte Stückchen auf dem Weg zur Arbeit summen. (emv)

The Broken Beats: All Those Beginnings

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.thebrokenbeats.dk

   

In The Ruin For The Perfect
(2007, Buback BTT 89-2)

Mal spielten sie im Kollektiv, dann in der Kleinstbesetzung. Pop, Rock, Country – das ist die Welt der Broken Beats, die so richtig eigentlich nur aus Songwriter Kim Munk bestehen. Mag man der Bandbiographie Glauben schenken, so war das Fortbestehen nie so ungewiss, wie nach dem letzten Album. Von einem Chaos aus Motoröl, Alkohol, Liebeskummer und Faustkämpfen war die Rede.

Aber die Broken Beats hatten das glückliche Ende für sich. Mit neuen Musikern liefern sie erneut die große Popschule – gerne mit Schulterblick und 60er-Jahre Pathos. Songs, die auch an die großen Gesten von Divine Comedy erinnern und mit klugen Arrangements veredelt sind. Dazu gespielte Hilflosigkeit, zärtlicher Spott und rühmliche Geschichten. Es muss also weitergehen! (maw)

   

Them Codes ... Them Codes
(2005, Hazelwood HAZ037)

Erwachsener Pop, leisegetretene Zutraulichkeit – dafür stand das Debütalbum der dänischen Formation. Vieles unterlag nicht der Veränderung, und somit dürfen wir auch dieses Mal der Freude vielfältiger Instrumentierung beiwohnen.

Calexicohaft verkantet sich der Tex-Mex-Mythos in schlichten Kulissen, schleicht eine folkige Besonnenheit wie ein schemenhafter Flüchtling umher. Präzise verwaltet die Band ihr Territorium der lieblichen Spielereien mit Beck'scher Konsistenz. Und da! – eine Harmonieauflösung, als sei sie von Stuart Murdochs Feder auf ein Broken Beats-Notenblatt getropft. Schön. Dabei ist die Eingängigkeit etwas der Grandezza gewichen. So eröffnen sich zwischen Feinsinnigkeit, Beiläufigkeit und royalem Pomp Welten elegischer Weite und in sich gekehrter Ruhe. (maw)

   

The Weather Beats The Rhythm
(2003, Hazelwood/Soulfood haz025)

Sieben Gestalten – davon vier Burschen und drei Mädels – wildern ganz gehörig in der Vergangenheit. Beatleske Pop-Opulenz, immer ein wenig verschroben und mehr als einmal an die Sgt.-Pepper-Ära erinenrnd. Eine sirrende Sitar und Tabla-Geplänkel zu sonnigem Pop. Ein bei den Breaks scheinbar über die eigenen Füße stolperndes Schlagzeug. Aus dem Ruder geratene Chöre. Sich im Nichts verlierende Songs.

Die wilde Experimentierlust, der verschmitzte Witz und die überbordende Phantasie der dänischen Truppe um Chef-Komponist und Sänger/Gitarrist Kim Munk sorgen dafür, dass das alles nicht verstaubt und hoffnungslos nostalgisch klingt. Und die wie in einer Trickfilm-Animation wild wuchernder Songs bleiben diese trotz ständiger Überraschungen und unerwarteter Brüche erstaunlich eingängig. Auch wenn diese Musik sicher kaum im Radio laufen wird – so lassen wir uns Pop gefallen. (peb)



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