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Alle Rezensionen zu The Hives
(Genre »Rock«, Land »Schweden«)

 

Lex Hives
(2012, Columbia)

Spiels nochmal, Sam! Dass die Schweden auf ihrem fünften Album alle gängigen Klischees des Dicke-Lippe-Garagenrock bedienen, kratzt nicht an ihren Super-Egos. Hauptsache, der Coolness-Faktor stimmt und Schweiß und Testosteron werden massenhaft ausgestoßen! Fast fünf Jahre lang haben sich die am stylishsten gekleidetenRocker um Über-Derwisch Screaming Pelle Almqvist Zeit gelassen mit dem neuen Werk »LEX HIVES«. In guter alter Tradition werden hier keine Gefangenen gemacht: Das Tempo ist hoch, die Energie heftig, und das revolutionäre Potenzial aus dem Hinterhof ungeheuer. Sich mit jedem Album neu zu erfinden ist die Sache der Hives nicht.

Dass sich die Hives im Grunde nur selbst zitieren, wird angesichts der pulsierenden Lebendigkeit nur schmallippige Puristen wirklich stören. Lustvoll zitieren die Mannen aus Fagersta in »Wait A Minute« die großen Slade oder wechseln mit »Without A Money« gekonnt ins glaubensfeste Soul-Lager über. Aber ihre eigentliche Sache ist das großspurige Rocken im atemlosen Schnelldurchgang wie in »If I Had A Cent«. Nach knapp dreißig Minuten ist der Spaß schon wieder vorbei. Ob man dafür eine halbe Dekade Vorlaufzeit braucht, mögen die Krittler entscheiden.
(emv)


Zur DVD-Rezension über The Hives

The Hives: Lex Hives

Offizielle Website

Offizielle Website      www.hivesmusic.com

   

Black And White Album
(2007, Universal 0602517474642)

Das Oppositäre platzieren die Hives gleich mit dem Titel im Vordergrund. Licht und Schatten – das ist auch die Mixtur, aus dem das mittlerweile vierte Album besteht. Gleich in sieben Tonstudios mit unterschiedlichen Produzenten eingespielt steht Abwechslung auf der Setliste. Wie immer gibt es restlos coole, typische Biester, die mit Fug und Melodie alles in den Boden stampfen. Schließlich gilt auch hier für die Essenz ihres Schaffen: Never change a winning team.

Darüber hinaus warten sie aber auch mit Überraschungen auf: mit schnörkellosen, aber ungleich subtileren Popsongs oder ruhig-verspielten Elektronikern. Dass die neuen Experimente nicht immer zünden wollen, ist zu verschmerzen. Die Hives wollen sich bewegen. Und das ist aller Ehren wert. (maw)

   

Tyrannosaurus Hives
(2004, Polydor/Universal 0249866987)

So ein Albumtitel ist eine Hypothek. Die Hives die gefürchtetsten und blutrünstigsten unter den angesagtesten Garagenrockbands? Breitbeinig und mit gefletschten Zähnen tobt der stylishe Schweden-Fünfer durch die Vergangenheit. Spitze Krallen inklusive. Muskulöse Gitarrenschauläufe, eine knackig-trockene Rhythmusfraktion und ein krakeelender Sänger mit deutlichem Energieüberhang. Biestige Songs mit schlechten Manieren. Alles wie gehabt.

Aber wenn sie mal von den plattgetrampelten Retro-Pfaden abkommen, können sie auf einmal wirklich erschreckende Sachen machen. Da taucht zwischen Uptempo-Punkhits á la Randy ein lässig-rüder Off-Beat auf, durchkreuzt ein bissfester 6/8-Takt die schweißnassen Dreiminüter, und ein kraftvolles Westernriff mogelt sich unverfroren zwischen die umweglosen Hymnen. Keine Frage: Die Hives werden mit einem solchen Album im Gepäck auch noch die nächsten Jahren überleben. (maw)



Siehe auch:
Verschiedene: Åtömström
Verschiedene: Heartattack
Bad Hands

   

Your New Favourite Band (Best Of)
(2003, Burning Heart/SPV 253302)

Mit der Essenz aus den ersten beiden Alben und den EPs »A.K.A I-D-I-O-T« und »HATE TO SAY I TOLD YOU SO« machte sich die angestammte Plattenfirma noch schnell an den energetischen Best Of-Ausschank, bevor die Jungs aus Fagersta das Wagnis eines Major-Deals mit dem internationalen Durchbruch zelebrieren durften.

Neben Hits wie »Main Offender« und »Die, All Right« finden sich dementsprechend besonders viele Belege ihrer gespurteten Punk-Anfänge: Schnelllebig und blutschwitzend wird sich in jeder erreichbaren Dreckpfütze gesuhlt, ohne Rücksicht auf Verluste durch die Garage geraspelt und die Punk'n'Roll-Vergangenheit zerknittert. Simple, knackig und mit Attitude-Problem inklusive. (maw)

   

Veni Vidi Vicious
(2000, Burning Heart/SPV BHR-107)

Konfuzius sagt: Ah ... The Hives. Die Zukunft ist ihre ... wenn sie es wollen. Und sie wollten es. Nach mehreren EPs und Minialben hatten sie mit »VENI VIDI VICIOUS« endgültig internationalen Erfolg. Sänger Pelle Almqvist könne nicht singen, ertönte es jedoch aus neidvollen Musikerkreisen. Die Band würde nur Altes neu aufwärmen, hörte man auf der Kritikerseite.

Doch Fakt ist, dass sich das am besten gekleidete Punk-Quintett göttlich darauf versteht, jegliche Rock'n'Roll-Klischees zu bedienen. Die Neider lassen sie dabei gekonnt hinter sich und rechnen ab mit dem Kapitalismus oder jenen, durch die sie ihre persönliche Teenage-Hell erlebten. Doch jetzt stehen sie da, in schwarzweiß und grinsen den Punkdämonen entgegen. (lic)

   

Barely Legal
(1997, Burning Heart/SPV BHR068)

Hätte das 1997 schon irgendjemand vermutet, dass es die Hives auf der Garagenrock-Welle der »The«-Bands ganz nach oben spülen würde? Wohl kaum, außer natürlich Pelle Almqvist, der ja schon immer glaubte, dass er der Größte sei. Das Debüt der schwedischen Rotznasen rockt jedenfalls rauh und ruppig, retro-orientiert und verdammt räudig.

»File under: punkrock« steht auf dem Cover, um auch den letzten Zweiflern klarzumachen, dass hier eine Band mit dem Kopf durch die Wand will. Nur: Abgesehen von all der Wut und dem Mut, zu dieser Zeit derart antike Musik aus den Instrumenten zu rotzen, gibt es wenig Argumente für »BARELY LEGAL«. Aber es waren halt – abgesehen vom Mini-Album Oh Lord! When? Now« – die ersten Zuckungen der »schwedischen Sex Pistols«. (lha)



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