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Alle Rezensionen zu Sugarcubes
(Genre »Rock«, Land »Island«)

 

Stick Around For Joy
(1992, One Little Indian/Rough Trade 130.1254.2)

Nie gab es eine Band wie die Sugarcubes – und wird wohl nie wieder eine geben. Eine unlösbare Aufgabe ist es, den Musikstil zu beschreiben: Einflüsse von Synthie-Pop, Rock und Wave, eine Andeutung Jazz, ein kurzes Scratchen, flüchtige Trompeten-Ausbrüche, Punk und Funk-Tupfer gipfeln in grotesken Harmonien und skurrilen Melodien. Eigensinnig, bizarr, geradlinig und eindringlich – so klingt zugleich Björk, die mit ihrem aufsässig-kindlichen Gesang den Rest der Band um ein Haar zu Statisten degradiert.

Die 1986 aus der Combo KUKL hervorgegangenen Sugarcubes um Björk, Schlagzeuger Baldursson, Keyboarder Melax sowie Sänger und Trompeter Benediktsson heben vertraute Hörgewohnheiten aus den Angeln: Die Isländer fordern hundertprozentige Aufmerksamkeit, saugen vampirgleich alles Leben aus ihren Hörern und spucken sie als erschöpfte, aber irgendwie bereicherte Hülle wieder aus. (nat)



Siehe auch:
Björk

 Sugarcubes: Stick Around For Joy

   

It's It
(1992, One Little Indian/Rough Trade 130.1450.2)

Die Zuckerwürfel lassen ihre bekanntesten Hits remixen. Das Ergebnis sollten nur absolute Gitarrenhasser oder echte Fans käuflich erwerben – und selbst diese sollten diese Investition genau überdenken. Die Elektrobeats radieren alles Leben, alle Energie aus; monotone Technorhythmen vernichten jegliche Spur der Punkwurzeln.

Was für eine Verschwendung: Die stümperhaft-dilettantischen bis bestenfalls mittelmäßigen Tracks stehlen Zeit und Geld, vielleicht abgesehen von Markus De Vries' »Pump«-Version oder dem »Regina«-Remix. Eine grotesk verzerrte Karikatur der Isländer. (nat)

   

Here Today, Tomorrow Next Week
(1989, One Little Indian/Rough Trade 130.0350.2)

Auf dem zweiten Oeuvre irritiert Einar Benediktsson, der mehr Geschrei als Gesang produziert und häufig deplatziert anstatt inspiriert wirkt. Überladen, schrill, vollgepackt mit Bläsern, Synthies, Free-Jazz-Klavier sowie der überdrehten Stimmband-Akrobatik Björks klingen die Stücke hektisch und unruhig. Die Ohrmuscheln verknoten und entspannen sich wechselweise.

Trotzdem gefällt das psychotische »Regina« oder das erstaunliche »Dear Plastic« mit seinem abgedrehten Text. Sehr gewöhnungsbedürftig dagegen der gekreischte »Why Don't You Just Shoot Him«-Refrain in gleichnamigem Song. (nat)



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