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Alle Rezensionen zu David & The Citizens
(Genre »Pop«, Land »Schweden«)

 

Until This Sadness Is Gone
(2003, Adrian Recordings ARCD 015)

David Fridlunds Stimme schmilzt, reibt sich auf und liegt präsent in den symphonischen Wogen seiner Citizens. Spartanische Akustikgitarren, bombastische Pianos und gelegentlich hineingetröpfelte, hinreißend prägnante Trompeten wirbeln, flehen, feuern und schwelgen gleichermaßen.

Plötzlich lanciert eine brüchige Flockigkeit countryeske Geschichten, tanzt ein sanftmütiger Walzer in gediegene, aber unmittelbare Uptempo-Stücke, und ein opulentes Streichermeer huscht schwer verliebt in berauschte Balladen. Eine subtile Unruhe untergräbt dabei die Spontaneitäten und verleiht Ernsthaftigkeiten eine dichte Spannung. Hier werden schmerzverhangene Befindlichkeiten und schmachtend-verzweifelnde Sehnsüchte an die eine große Liebe mit der nötigen Souveränität und Intensität gleichermaßen zelebriert.
»UNTIL THE SADNESS IS GONE« ist die überzeugende Indie-Pop-Variante von Bright Eyes – nur ohne manieristisch zur Schau gestellte waidwunde Gebrochenheit und weinende Himmel. (maw)



Siehe auch:
David Fridlund

 David & The Citizens: Until This Sadness Is Gone

   

Big Chill
(EP, 2006, Adrian Recordings Arcd.5023)

Manchmal geht man spät abends noch an den Kühlschrank und stopft sich Käse oder Rentierschinken in den Mund. Nicht weil man wirklich Hunger hat, sondern einfach Lust auf Leckeres hat. Dass man davon auf Dauer dick wird? Egal. So geht es einem auch mit der hübschen EP »BIG CHILL« der Crew um Indiepopper David Fridlund. Vier flotte Songs, die süffig und lockig-flockig daher kommen.

Da macht es nichts, dass »Let's Not Fall Apart« ein bisschen wie »Boys Don't Cry« klingt und »Everything You'll Never See« an The Smiths erinnert. Dafür lockt der »Kellerman's Song« mit recht zackigen und movigen Bläsersätzen. Kurzum: eine hübsche Nebensächlichkeit, und damit ein Muss für den Fan und eine Gelegenheit für die noch Unwissenden. (frk)

   

Stop The Tape! Stop The Tape!
(2006, Bad Taste Records BTR102)

Eine unbedarfte Upbeat-Platte war ziemlich das letzte, was man den intimkrämernden Herren um David Fridlund zugetraut hätte. Die Hopsigkeit, die wunderbare Leichtfüßigkeit der wirbelnden Trompeten wurde einfach mal gestrichen und dafür rauere Gitarrenarbeit drüberplakatiert. Das mag im ersten Moment etwas stutzig machen, ändert aber überhaupt nichts an der Tatsache, dass die Stockholmer abermals strahlenden Pop liefern, um sich im nächsten Moment von jeder allzu strikten Verbindlichkeit freizuschwimmen.

Bei aller folkistischen Durchdringung und den Anleihen an Prototypen schwedischer Songkultur sprudeln die Ideen weiterhin hervor, als kämen sie aus einer nie versiegenden Quelle. Der Opener kippt zum Refrain einfach mal in den Offbeat; zwischendurch tollen Melodien und Rhythmen quer umher, und Details werden auch nicht ausgespart. Es ist das Beat-Manifesto der Band geworden. (maw)



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