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Alle Rezensionen zu Powersolo
(Genre »Rock«, Land »Dänemark«)

 

It's Raceday ... And Your Pussy Is GUT!!!
(2003, Crunchy Frog Frog 036-2)

Schnell mit einer ganzen Tube »Brisk« eine Tolle frisiert, den Esel gesattelt und den Sixpack untern Arm geklemmt: Auf zum Powersolo-Konzert! Denn wenn die drei Hillbillies aus Århus zum gepflegten Rockabilly-Tanztee zwischen Kuhdung und Strohballen einladen, slappen die tätowierten Bässe, bis der Putz rieselt, exerzieren die Drums, bis das Wellblech zittert und scheppern die Mariachis den störrischen Mexicana-Punk. Die Menge boppt in einer explosiven Mischung aus Bier, Rauch und Schweiß. Dynamisch, ungestüm und ein wenig verrückt.

Draußen lässt Jon Spencer sein Hot Rod aufheulen, und auf der Schotterpiste wirbelt der Staub in der flirrenden Hitze. Man halluziniert waghalsige Autorennen um die Gunst eines Mädchens im Petticoat, 50er-Jahre-Rock'n'Roll und Gangs, die um die Vorherrschaft im Viertel streiten. Keine Hochglanz-Nostalgie, sondern Reminiszenzen an eine Welt voll harter Männer mit weichen Herzen. Die »Mundo Bizarro De Fiesta Sexual« von Powersolo. (maw)



Siehe auch:
Gravy


Zu den aktuellen Tourterminen von Powersolo

 Powersolo: It

Offizielle Website

Offizielle Website      www.powersolo.dk

   

Buzz Human
(2011, Crunchy Frog/Soulfood 14020)

Powersolo sind schlimmer Finger. Coole Hunde. Verschwitzte Bastarde. Erlöst werden die beiden nudeldünnen Krawaller aus der Unterstadt in diesem Leben nicht mehr. Fahren wir also zur Hölle, es wird langweiligere Orte im Jenseits geben. Auf »BUZZ HUMAN«, dem fünften Album von Powersolo, das schön pünktlich zum zehnjährigen Bandjubiläum erscheint, sind die Dänen zwar zum Duo geschrumpft, aber der dreckigen Variante des Rock fein treu geblieben. Die zwei aus Århus leben lustvoll in einem Universum, in dem die Blues Brothers die Reservoir Dogs unter den Tisch saufen. Und sind dabei so cool wie Flash And The Pan zu ihren Hochzeiten. Die Frauen am Tresen sind hier definitiv keine Damen.

Dumm nur, dass diese bösen Buben mit der dicken Lippe es sich so traulich in ihrem Absteiger-Dasein zwischen Neo-Rockabilly, rauhem Punk und bluesgröhligem Balladentum eingerichtet haben, dass die Bukowski-Attitüde wie ein Wohnzimmer wirkt, in dem die leeren Jägermeisterflaschen eine Stimmung heimeliger Abgeranzheit suggerieren. Textlich bewegt man sich hier auf dem Niveau von »I´ve got sensation, you´ve got temptation«. Sie so die Rock´n´Roll-Revolution aus? Ordentliches, schmutziges Handwerk? (emv)

   

Egg
(2006, Crunchy Frog Frog 046-2)

»You Have Been EGGed« gellt die Homepage: Der Zweitling führt nahtlos fort, was das erste Lebenszeichen der verschrobenen Hillbilly-Freunde an heißblütigem Chaos veranstaltet hat. Und die Chance des Entkommens ist wieder verdammt klein. Denn auch wenn zwischendurch die Scheune leergefegt wird und der Hitfaktor Staub atmet, gibt man sich im nächsten Moment wieder der Zügellosigkeit hin.

Und das nicht alleine: Da die Dänen schnell einen gewissen Bekanntheitsgrad erreichten, verstärken nun Jon Spencer, Mads von Sterling und Dorthe Gerlach von Hush die Railthin Bros und den Chicken Man. Das Resultat: Ekstase beim Squaredance, rauchende Socken beim Psychobilly und cooles Grashalmkauen auf dem Trecker. Zwölf Schlupflöcher derber Späße, obskurer Country-Ditties und whiskeygetränker Südstaaten-Rempler. Be EGGed! (maw)



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