Zur Hauptseite
Diese Seite empfehlen Neuheiten Artikel Service Suche Impressum

Alle Rezensionen zu Dag Wirén
(Genre »Klassik«, Land »Schweden«)

 

Dag Wirén: Sinfonien Nr.2 op.14 und Nr.3 op.20 · Konzertouvertüre Nr.1 op.2 und Nr.2 op.16
(2000, cpo 999 677-2)

Dag Wirén (1905–1986) ist ein Komponist mit überschaubarem Œuvre, den man allenfalls durch eine im Norden recht populäre Streicherserenade kennt. Ein Neutöner war er nie, doch fällt es auch schwer, seine musikalische Sprache griffig zu beschreiben. Trotz einiger neoklassizistischer Momente bleibt sie ganz der romantischen Tradition verbunden.
Eine Art von »nordischem Ton« sucht man vergebens, ebenso wie Rückgriffe auf Elemente der Volksmusik. Wohl aber stehen Wiréns Werke deutlich unter französischem Einfluß.

Farbliche Elemente verbinden sich mit formal übersichtlichen Verläufen zu originellen Partituren. Was dabei scheinbar mühelos und überhaupt nicht nach »Handwerk« klingt, präsentiert sich motivisch allerdings straff organisiert. Dies gilt freilich mehr für die beiden dreisätzigen Sinfonien als für die als Gelegenheitswerke konzipierten Konzertouvertüren. Plakatives Pathos oder auf simple Wirkung ausgelegte Gesten sind Wirén jedoch vollkommen fremd.

Dem peniblen Thomas Dausgaard stand mit dem Orchester aus Norrköping ein in sich abgerundeter Klangkörper zur Verfügung, der sich den Kompositionen mit großer Aufmerksamkeit widmet. (mku)



Siehe auch:
Dausgaard dirigiert Gudmundsen-Holmgreen
Thomas Dausgaard & Swedish Camber Orchestra
Dausgaard dirigiert Franz Berwald

Dag Wirén: Dag Wirén: Sinfonien Nr.2 op.14 und Nr.3 op.20 · Konzertouvertüre Nr.1 op.2 und Nr.2 op.16

 

Dag Wirén: Streichquartette Nr. 2 – 5
(2005, Daphne 1021)

Wer sich mit dem »Streichquartett« immer schon etwas schwer getan hat – hier wird er einen Zugang zu diesem klanglich in sich geschlossenen Ensemble bekommen. Denn die vier Werke von Dag Wirén (1905 – 1986) präsentieren sich keineswegs als esoterisch, überanstrengt oder (was typisch für die Zeit nach 1945 wäre) zwanghaft avangardistisch – sondern, trotz ihres Ernstes, geradezu heiter. Bei Wirén klingt nichts gewollt; vielmehr zeigt sich im musikalischen Material eine spielerische Freude, selbst im tragisch angehauchten 5. Quartett.

»Im Grunde genommen will ich denen, die meine Musik hören, die gleichen Eindrücke und Gefühle vermitteln, wie ich sie selber hatte, als diese Musik entstanden ist.« Mit diesem subjektiven, ganz ohne Spekulation auskommenden Bekenntnis musste Wirén natürlich ein Außenseiter bleiben. Umso wichtiger ist die Produktion des Lysell Quartets – eine rundum hervorragende Einspielung, die eine Lanze bricht: für Wirén, für das Streichquartett und für einfach wundervolle Musik. (mku)

Dag Wirén: Dag Wirén: Streichquartette Nr. 2 – 5



Neuheiten | CD-Rezensionen | Artikel | Service | Suche | Impressum | Datenschutz

CD des Monats | Nach Genre | Nach Land | Nach Musiker | DVDs | Erweiterte Suche

              

© 2000 - 2019, Design & Programmierung: Polarpixel