Zur Hauptseite
Diese Seite empfehlen Neuheiten Artikel Service Suche Impressum

Alle Rezensionen zu Apulanta
(Genre »Rock«, Land »Finnland«)

 

Hiekka
(2002, Levy Yhtiö LY 099)

Apulanta gewöhnen sich an ihre Auszeichnungen: Fast schon selbstverständlich ging »HIEKKA« (Sand) auf Platz eins der finnischen Charts, die Band heimste dafür Gold und Platin ein – bis jetzt. Die nach einem Düngemittel(!) benannte Combo ist mit ihren spektakulären Bühnenshows eine der beliebtesten Bands in ihrer Heimat. Ihre Musik geistert zwischen rührenden Balladen, Grunge und Metal umher, sporadisch mit einem Schuss Industrial versehen.

Treibende Rhythmen mit leichtem Elektro-Anflug kennzeichnen den gold-dekorierten Titelsong, balladesk-nachdenklich widerhallt »Onttosydän« (etwa: leeres Herz), »Hippo« oder »Saasta« (Schmutz) siedeln zwischen Rock und Metal. Bassist Tuukka, Schlagzeuger Sipe sowie Sänger und Gitarrist Toni gehören zum Urgestein der finnischen Rockszene. Obwohl sie – bis auf ein englisches Album – finnisch singen, stammen ihre Fans sogar aus Deutschland, Frankreich, Slowenien oder Ungarn: Die Sprache ist kein Hindernis, nur die Verfügbarkeit der Alben... (nat)



Siehe auch:
Ismo Alanko

 Apulanta: Hiekka

Offizielle Website

Offizielle Website      http://apulanta.fi/

   

Kaikki Kolmesta Pahasta
(2012, Apulanta Oy -)

Im Gegensatz zu ihren ehemaligen Weggefährten, der mittlerweile aufgelösten Truppe Tehosekoitin, rocken Apulanta weiter munter die nordischen Bühnen und Charts – wenngleich sie nach »KUUTIO (KUINKA AURINKO VOITETTIIN)« vier Jahre für den Nachfolger brauchten. »KAIKKI KOLMESTA PAHASTA« nennt sich das elfte Album des Trios um Toni Wirtanen, das mit »Zombeja!« (»Zombies«) sofort voll durchstartet.

Nach dem einpeitschenden Opener gehen die Finnen zum lässigen Groove von »Aggressio« über, wechseln in der Folge zwischen wütenden und melancholischen Nummern hin und her. Gäste unterstützen sie an Cello in »Yhdestoista Marssi« und am Mikro von Mira (PMMP) in »Paju«. Fürs Finale haben sich Apulanta mit »Vääryyttä« nochmals einen echten Kracher aufgehoben – perkele! (nat)



Siehe auch:
Tehosekoitin
PMMP

   

Kesä
(EP, 2008, Longplay Music AL-0001)

Endlich Sommer! Ende Juni fangen die Finnen an, ihren kurzen Sommer zu feiern; die einen pilgern zum eigenen Möki, grillen, saunieren, trinken, die anderen touren von Festival zu Festival – und Apulanta veröffentlichen ihre »KESÄ«-EP. Der »SOMMER« des Trios dauert gerade mal 16 Minuten. Der Opener »Paha Ihminen« stampft in bester Apulanta-Manier voran, groovt mit eingängigem Refrain locker vor sich hin. Im nachfolgenden »Näkysi Muotoinen« drosselt die Truppe eingangs das Tempo, doch in Richtung Chorus prescht nicht nur Sänger/Gitarrist Toni Wirtanen vorwärts.

Ganz anders interpretieren sie »Höyryksi Ilmassa«: Melancholisch haucht ein Gastmusiker die ersten Takte in seine Klarinette, Akustikgitarren, dezentes Schlagwerk und zurückhaltender Gesang schließen sich an. Auf die Ballade folgt mit »Sellaiset Kuin Itse Olen« noch mal ein waschechter Rocker und spannt so den Bogen zum Opener. Schade, dass finnische Sommer so kurz sind. (nat)

   

Kuutio (Kuinka Aurinko Voitettiin)
(2008, Apulanta Oy AL-003)

Die »KESÄ«-EP war Apulanta wohl nicht genug: Noch im gleichen Jahr legt das Trio mit »KUUTIO (KUINKA AURINKO VOITETTIIN)«, dem dritten und letzten Teil der Trilogie nach. Prächtig startet »Kaikki Sun Pelkosi«: Die typischen Apulanta-Rhythmen verbinden sich mit Mitsingrefrains. Die Bässe führen diesen wie auch den nächsten Song an, schaffen eine düster-drückende Atmosphäre, die auch Wirtanens Gitarre und Gesang nicht aufheben können.

Dagegen pulsiert »Ravistettava Ennen Käyttöä« mit seinen Tanz-Beats und satten Grooves fast fröhlich aus den Boxen. Und natürlich dürfen auf »WÜRFEL« ein paar (Beinah-)Balladen nicht fehlen. Leider bringt es das mit dem EMMA ausgezeichnete Album von Toni, Sipe und Tuukka nur auf gut 38 Minuten. (nat)

   

Eikä Vielä Edes Ole Ilta
(2007, Levy Yhtiö LY 00150)

Das mitsingtaugliche »Viisaus Ei Asu Meissä« eröffnet den zweiten Teil der Trilogie alias die neunte, finnische Studioscheibe der Rockveteranen Apulanta. Scheppernd groovt der Midtempostampfer, mitunter jault eine Gitarre auf. Der Nachfolger zieht die Geschwindigkeit nochmals an, doch finden sich unter den zehn Songs ebenso Balladen. Knapp 40 Minuten vereint »EIKÄ VIELÄ EDES OLE ILTA« einmal mehr alle apulantaschen Elemente.

Vorwärtspreschende Rhythmen, Tempiwechsel, eingängige Refrains, eine Gitarre zwischen Rock und Punk, Tonis Gesang zwischen Angriff und Anklage. Nur für ein Stück holt sich das Trio Hilfe: Antti Pitkäjärvi (Sara, Pedestrian's Motor) sitzt in »Koneeseen Kadonnut« am Klavier, ferner unterstützt er Toni am Mikro. (nat)



Siehe auch:
Sara
Pedestrian's Motor

   

Kiila
(2005, Levy Yhtiö LY00127)

»KIILA«, der erste Teil einer geplanten Trilogie, zählt nicht zu meinen Apulanta-Lieblingen. Natürlich klingt das Trio auf »KEIL« genauso unverkennbar wie auf den Vorgängern, es schmettert seinen typischen Apulanta-Sound zehnmal in die Welt hinaus, an der Produktion gibt es absolut nichts zu mäkeln – und nicht zuletzt gefällt das überaus gelungene Cover/Booklet-Design.

Dennoch… vielleicht ist sein Manko, dass die meisten Songs gegen den Killertrack »Pahempi Toistaan« verblassen. Einige nette Refrains wie in »Valon Juuri« ragen heraus, schöne Stimmungsspiele wie in »Kuollakseen Elossa« oder die herzergreifende Streicherballade »Armo«. Aber am Ende verbleiben in den 40 Minuten Gesamtspielzeit jede Menge guter, aber eine Spur zu homogener Songs. (nat)

   

Singlet 1998 – 2003
(2 CDs, 2003, Levy Yhtiö LY 105)

Der Vollständigkeit halber: Die nunmehr dritte Single-Sammlung als Doppelalbum knüpft an »SINGLET 1993 – 1997« an. Allerdings wildern die Finnen hier mehr in Rock- als in Punkgefilden, das rebellische »Paska Meininki« exklusive. Mit »Teit Meistä Kauniin« starten die Dünge-Meister voll durch und spielen sich im Goldrausch von der Ballade »Manaantai« zum rockigen »Viivakoodit«. Frontmann Toni versucht sich in »Vihollinen« gar im Sprechgesang.

Etwas verloren auf weiter finnischsprachiger Flur wirkt der englische Quotensong »Teen Angel«. Dagegen rührt die Power-Ballade »Känne Se Pois« gleich zweimal die Herzen: Live und als Studiofassung mit Streichern. (nat)

   

Apulanta
(2002, Levy Yhtiö LY00100)

Ein Versuch Apulantas außerfinnisch Fuß zu fassen? Das selbstbetitelte Werk offeriert zehn Apulanta-Leckerbissen auf Englisch gesungen, wie das eröffnende »Circles« – im Original »Viivakoodit« vom »HEINOLA 10«-Album.

Leider verlieren die Stücke dabei gewaltig an Saft und Kraft, verlieren die sprachliche Ausdrucksstärke für die sie ihre Fans in der Heimat so lieben. Nicht umsonst liegen Apulanta mit »Teit Meistä Kauniin« auf Platz Eins der »ewigen Bestenliste« der finnischen Single-Charts; weitere vier haben es unter die ersten 25 geschafft. Von »APULANTA« würde es kein einziger dahin bringen, sori Jungs. »Bring Me Down« ist einfach nicht dasselbe wie »Reunalla«. (nat)

   

Heinola 10
(2001, Levy Yhtiö LY0081)

Das Studioalbum Nummero sechs vereint das zehnjährige Bestehen der Band sowie ein »back to the roots« in seinem Titel. »HEINOLA 10« bekam Gold plus Platin in Finnland, dito die Single-Auskopplung »Viivakoodit« (Strichcode). Überhaupt reiht sich hier ein Ohrwurm an den Anderen: Wer Apulanta jemals live erlebt hat, kennt den Opener »Reunallat«, nicht nur auf der Bühne ein Klassiker. Genauso vertraut klingen »Muistijäljet« oder »Kadut«.

Die weniger bekannten Stücke krachen ebenso kraftvoll aus den Boxen, in »Ruhtinaat« tobt sich das Trio richtig aus, die Kuhglocken scheppern am Drumkit, ja selbst die Balladen schallen satt. Bleibt noch die Frage, warum alle Liedertitel hier im Plural stehen, eigentlich laufen sie unter »Viivakoodi« oder »Reunalla«. Ein Album ohne jede Schwäche – obwohl…: Jungs, ist wirklich einer von euch in diesem trostlosen Bau auf der Cover-Rückseite aufgewachsen? (nat)

   

Plastik
(2000, Levy Yhtiö LY CD 068)

»Stark, bedrohlich und stilvoll. Stimmungsreich. Mehrschichtig. Herzblutfarben«, so die Eigenschaften des Fünftlings laut Apulanta. Im Vergleich zu ihren anderen Werken klingt »PLASTIK« eher besinnlich, nachdenklich. Bei den Balladen »Maanantai« oder »Maailmanpyörä« führen Streicher ihre Bögen sacht über die Instrumente.

Vertrauter startet indessen Toni bei »Ei Yhtään Todistajaa« sein Gitarrenspiel in guter alter Apulanta-Manier oder schreit sich bei »Känne Se Pois« seine Gefühle aus der Seele. Wahrscheinlich eins der am schwersten zugänglichen Alben des Trios aus Heinola, wenn nicht gar das Unnahbarste. (nat)

   

Singlet 1993 – 1997
(1998, Levy Yhtiö LY 049)

Die erste – dito mit Gold bedachte – Compilation gewährt einen Überblick über Apulantas Schaffen zwischen Fast-Gründerzeit Anno 1991 und dem dritten Album »Kolme«, Live- und Akustikaufnahmen inklusive. Etliche Songs klingen ziemlich punkig, ungestüm, wild: Prägnant etwa »Systeemi Kusee«, »Ahdistaa« oder der spätere Hit »Mitä Kuluu«.

Apulanta erinnern bisweilen leicht an Tehosekoitins erstes Album, spielen den Song »Se Johtuu Geeneistä« von der gemeinsamen Split-EP anno 1994. Neben »Anna Mulle Piiskaa« (bis dato meistverkaufte Single in Finnland) erschüttert »Mato« die Boxen erdbebenartig – und besänftigt sie mit der Ballade »Lupasit Mulle« wieder. (nat)



Siehe auch:
Tehosekoitin

   

Avain Kuin Kaikki Muutkin
(1998, Levy Yhtiö LY CD 055)

Die Fans nennen sie den »ungekrönten König« der Apulanta-Longplayer. Sie könnte allerdings auch »Songs ohne Namen-LP« heißen: Gerade mal drei Stücke tragen Titel; neben dem Publikumserfolg »Teit Meistä Kauniin« finden sich nur noch zwei weitere: »Hallaa« (ebenfalls als Single ausgekoppelt), sowie »Mex Tex Cowboy«, dessen Intro an Ministrys »Jesus Built My Hotrod« erinnert.

Gitarrenrock gepaart mit einigen wehmütigen Balladen spielt das Trio auf dem vertrackten »AVAIN KUIN KAIKKI MUUTKIN«, welches sich dem Hörer nicht sofort erschließt. Mehrmaliges Hören ist Pflicht, aber dann gefällt es. Ungemein. (nat)

   

Kolme
(1997, Levy Yhtiö LY0035)

Wer Apulanta kennt, kennt ihre drei großen Hits von »KOLME« natürlich: »Mitä Vaan«, das Lied mit dem schönen Mitsing-Refrain, das melodisch-zornige »Mato« und das leicht melancholische »Anna Mulle Piiskaa«. Selbst diese noch zehn Jahre später oft live gespielten Klassiker klingen hier roh und rau. Das Trio behandelt Instrumente und Mikro auf seinem dritten Album äußerst ungestüm.

Heiser krächzt Toni das Punkstück »Tämä Olla Mahdollista« zu wütenden (Bass)Gitarren und prügelndem Schlagzeug, analog scheppert und rasselt die Schildkröte »Kilpikonna« hinterher. Selbst wenn Apulanta ein Stück mal sanft anspielen, lärmen sie kurz darauf wüst, wie in »Liika«. Wer eine Scheibe mit zornigem Punk-Charakter sucht, aber Wert auf Melodie und Groove legt – sehr schön »Todella Jossain«, das frühen Tehosekoitin-Stücken ähnelt – der liegt bei »KOLME« genau richtig. (nat)



Siehe auch:
Tehosekoitin

   

Ehjä
(1996, Levy Yhtiö LY CD 021)

Ein Klassiker. Die ungestüme Art loszupreschen erinnert an Tehosekoitins »ROCK'N'ROLL«. Auf dem zweiten Silberling geht bei einigen Tracks ganz schön der Punk ab! Mustergültig »Multa Lähtee Järki« oder »Pölja« – und natürlich der absolute Kulthit »Mitä Kuuluu«. Gelegentlich bricht Tonis Stimme, überschlägt sich (»Jos Tahdot Niin«); danach ertönt sie wieder klar und melodiös und animiert zum Mitsingen: »Poistuisitko Mun Elämästäni«.

Schroffe, rasante Riffs schreddern über den derben Untergrund, erbaut von Basser Tuukka und Drummer Sipe. Wer technisch nicht ganz ausgefeilte, dafür aber urwüchsige, emotionale Musik mag: willkommen! (nat)



Siehe auch:
Tehosekoitin

   

Attack Of The A.L. People
(1995, Levy Yhtiö LY CD 011)

Das punkige Debütalbum der halbwüchsigen Jungs von nebenan enthält neben neuen Songs mehrere weiterentwickelte Stücke der »Mikä Ihmeen Apulanta?«-EP aus dem Jahre 1993, beispielsweise »Kelpaanhan, Rakkani?« oder »Silmämuna«. Die Texte drehen sich in erster Linie um Liebe (Rakkaus) und Mädchen (Tytöt).

Toni wimmert und wütet seinen Herzschmerz ins Mikro, mitgeschleppt von aggressiven Bass-/Schlagzeugrhythmen und seiner sich überschlagenden Gitarre. Ein Mix aus Punk und Balladen, Zorn und wohlklingenden Melodien. »ATTACK OF THE A.L. PEOPLE« – noch keine ausgereifte Scheibe, aber Apulanta gehen zum Angriff über. (nat)



Neuheiten | CD-Rezensionen | Artikel | Service | Suche | Impressum | Datenschutz

CD des Monats | Nach Genre | Nach Land | Nach Musiker | DVDs | Erweiterte Suche

              

© 2000 - 2019, Design & Programmierung: Polarpixel