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Alle Rezensionen zu Hedningarna
(Genre »Folk«, Land »Schweden«)

 

Hedningarna 1989 – 2003
(2003, Westpark/Indigo 87100)

Auch schon wieder vier Jahre ist es her, als Hedningarna mit »VISA KARELIA« die Früchte eines Besuches im russischen Teils Kareliens präsentierten. Nun gibt es gewissermaßen als Zwischenmahlzeit eine Best-Of-Platte, die zurückgeht zu den Anfängen, die Jahre der Konstituierung mit »KAKSI!« und »HIPPJOKK« würdigt und zugleich einen vorsichtigen Ausblick wagt etwa den Remix eines 93er-Titels.

Deutlich wird generell, wie die Band über die Jahre immer kräftiger und unverblümter karelische Folkidioms zerlegte und so neu wie unverwechselbar zusammenfügte, wie sich elektronisches Schlagwerk, wildes Gefiedel und die elegische Sangeskunst der Sängerinnen fortlaufend addierte, ohne dass man je in leichtfertigen Mittelalterkitsch abglitt, unter dem etwa Garmarna bis heute leidet. Für Fans ist diese CD ohnehin ein Muss, für noch Unwissende ein Köder, der seine Wirkung nicht verfehlen wird. (frk)



Siehe auch:
Suden Aika
Liisa Matveinen
Hurdy-Gurdy
Swåp

 Hedningarna: Hedningarna 1989 – 2003

Offizielle Website

Offizielle Website      www.hedningarna.net

   

&
(2012/Border Music Distribution BLCD42)

Klingt wie Scooter auf dem Mittelaltermarkt. (tjk)

   

Visa Karelia
(1999, Westpark/Indigo WP87067)

Ein paar Ski an einer vermoderten Holzwand, ein einsam im meterhohen Schnee stehender Einkaufsschlitten und verhärmte Bauerngesichter - mit diesen Booklet-Bildern stimmen Hedningarna optisch auf ihr nordisch-herbes Folkore-Treiben ein.

Die finnisch/schwedische Formation komponiert zwar im Stil mittelalterlicher Folklore, setzt ihre Lieder aber mit allen Mitteln moderner Technik um: Die Sackpfeife wird durch einen Verzerrer gejagt, Maultrommel und Rock-Gitarren spielen die kanonartigen Melodien zweistimmig, und neben Tamboura, Schellenbaum und Didgeridoo kommen Computer-Drums zum Einsatz. (peb)

   

Hippjokk
(1997, Silence Records SRSCD 4737)

Trotz prominenter Gäste wie dem sámischen Joiker Wimme Saari, dem norwegischen Gitarristen Knut Reiersrud oder Ola Bäckström (vi) gelingt es den drei Schweden nicht, die Klasse von »KAKSI!« oder »TRÄ« zu halten.

Laut sind sie freilich, schnell auch, aber das Ergebnis ist doch eher Hau-Ruck. Man merkt Hedningarna an, dass sie nach dem Abschied der finnischen Sängerinnen den Sound rundum erneuern wollten, so trotzig kracht es gelegentlich aus den Boxen. Für Mittelalter-Liebhaber durchaus ein Ohrenschmaus, diese wiederum könnten sich an den zwei Chemikern auf dem völlig misslungenen Cover stören – oder sind das gar zwei von der Band, die im Trüben nach Melodien fischen? (tjk)



Siehe auch:
Wimme
Knut Reiersrud

   

Trä
(1994, Silence Records SRSCD 4721)

Obwohl geprägt von einem gewaltigen und fast visionären Brückenschlag zwischen Folk und Moderne, fand dieses zweite Album noch nicht über einen deutschen Vertrieb zu uns. Hedningarna setzten hier erneut nordischen Folk unter Strom - Mittelalter meets Moderne.

So stellen sie Wimme Saaris Joiks den Samples alter Joiks zur Seite, und die harschen Schreie von Sackpfeifen und Geigen schieben sie mit programmierten Passagen kräftig an. Stilistisch tummeln sich die Finnenschweden irgendwo zwischen Värttinä und Garmarna, ausgestattet mit den besten Tugenden beider Lager. (peb)



Siehe auch:
Wimme
Värttinä
Garmarna

   

Kaksi!
(1992, Silence Records SRSCD 4717)

Mit den beiden finnischen Sängerinnen Tellu Paulasto und Sanna Kurki-Suonio gelingt dem schwedischen Instrumentalisten-Trio mit ihrem Zweitling »KAKSI!« ein Werk von seltener Kraft und Intensität.

Die instrumentale Power trifft auf präzise Vocals: Die durchweg traditionellen Stücke, bzw. Lieder erstrahlen in neuem, allerdings meist düsterem Glanz; direkt bedrohlich wirkt die Stimmung gar auf »KAKSI!«. Hedningarna waren zum Zeitpunkt dieser Aufnahme ihrer Zeit weit voraus: Einige der Stücke (»Vottikaalina«, »Aivoton«) wurden nahezu zeitgleich von Värttinä aufgenommen. Man merkt die unterschiedlichen Ansätze beider Bands, faszinierend sind beide! (tjk)



Siehe auch:
Värttinä



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