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Alle Rezensionen zu Daisy
(Genre »Pop«, Land »Finnland«)

 

Daydream
(2009, Elements Music EMCD098)

Überbordender Enthusiasmus kennt kein Verfallsdatum. Dauerhaftes Verliebtsein in die endlosen Variationen euphorischer Popharmonien auch nicht. Auch wenn einige der fünf Daisies beim Drittling »DAYDREAM« die schlimme Schwelle der 30 schon überschritten haben: Das schwärmerische Träumen in Cinemascope wollen sie sich nicht nehmen lassen. Wer genau hinhört, erkennt so manche lässig darunter gemischte textliche Garstigkeit. Ein gutes Gran verschmitzte Selbstironie. Falls das Quintett jemals Angst vor lärmenden (Gitarren)Tönen verspürt haben sollte: Diese Scheu haben sie entschieden abgelegt. Erwachsene dürfen auch mal laut werden.

Das Sehnen nach der großen Liebe, verstärkt durch die turmhohen Keyboards von Matti-Juhana Ikonen und liebevoll eingehüllt in die selbstbewusst sanfte Stimme von Thomas Lilley, das werden diese Tagträumer nie verlieren. Eingehüllt in 60ies-Harmonien, flirtend mit klassischen Disco-Plastiksounds oder gar schwülstige Italopop-Anklänge suhlt sich das Quintett in unerfüllten Liebeswünschen oder dem Verlangen nach dem unschuldigen Landleben. Ach wie sehr wünschte ich mir, dass du mich liebtest! Warum bloß tust du's nicht? Diese zutiefst philosophische Frage werden Daisy auch in Album Nummer zehn noch nicht beantworten können. Aber es wärmt das Herz, ihnen bei der Problemanalyse zuzuhören. (emv)

 Daisy: Daydream

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.daisyband.com

   

It's About Time
(2008, Elements Music EMCD079)

Dass dem Daisy-Zweitling eine Vielzahl von Katastrophen vorausging – abgebrannter Probenraum, verkohlte Masterbänder und Rausschmiss vom alten Label – hört man »IT'S ABOUT TIME« überhaupt nicht an. Nach vier langen Jahren Kampf ums musikalische Überleben gelingt den sanftäugigen Romeos aus Turku eine glückliche Mischung aus Glampop und Beach Boys. Aus 60ies-Harmonien und heftigen 80er-Synthies. Aus Herzschmerz und Seligkeit. Aus Naivität und Leidenschaft. Mit einem entschiedenen Bekenntnis zum Zuckerwatten-Kitsch. Schmilzt so schön auf der Zunge. Und die Streicher fiedeln dazu.

Die Fünf aus der finnischen Popprovinz sind sich treu geblieben. »Die klingen doch ... die klingen doch ... wie Daisy«, fällt der Rezensentin nach langem Nachsinnen die einfachste aller Antworten ein. Kein schlechtes Kompliment. Und allen, die jemals ans Aufgeben dachten, sei die Ermutigungs-Hymmne »GO!« ans Herz gelegt. »You can't stop me trying!« (emv)

   

A Girl's Best Friend
(2003, Evidence/Warner 5050466-8285-1)

Harmoniesüchtig. Aber auf keinen Fall zu lieb. Und dabei so leicht wie eine Zitronencremerolle aus der Stammkonditorei. Wenn das Debüt der fünfköpfigen Combo aus Turku auch noch »A GIRL'S BEST FRIEND« heißt, ist klar, wohin die Reise geht: Daisy machen Mädchenmusik mit zweistimmigem Gesängen, Referenzen an die Beatles, großäugiger Naivität und all den Themen, die auch Jungs jeden Alters bewegen: sich in den Augen der Geliebten zu verlieren oder dass die Liebe uns endlich aus dem drögen Alltag entführen soll.

Die Songs von Daisy erfinden den Pop nicht, kommen aber sehr unbeschwert, sehr heiter und – ähem – sehr zärtlich rüber. Die junge Band hat verstanden, dass zum perfekten Popsong auch sanfte Melancholie und leise Trauer gehören, die an den Rändern lauern. Und deshalb regnet es hier zwischendurch tagelang. Die Melodien schleichen sich spätestens nach dem dritten Hören so sehr ins Unterbewusste, dass man sich plötzlich dabei erwischt, im Treppenhaus »I Need Your Love My Dear, To Take Me Away From Here« zu trällern. Und dabei zu lächeln. (emv)



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