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Alle Rezensionen zu Sentenced
(Genre »Metal«, Land »Finnland«)

 

Amok
(1995, Century Media/SPV 7776-2)

Das Beste auf Amok: die Gitarren. Unglaublich mitreißend harmonieren sie etwa bei »Phenix« mit dem Gesang Taneli Jarvas – der mit der Aussage »Wir sind keine besonders fanfreundliche Band; wir verändern uns andauernd« den Kern trifft: Die 1989 in Oulu gegründete Combo schwimmt auf ihrer dritten Scheibe aus ihrem ursprünglichen Death-Ozean an melodische(re) Ufer.

Melancholisch tiefer Gesang von Bassist Jarva, verknüpft mit technisch anspruchsvoller Instrumentenbeherrschung von Schlagzeuger Vesa Ranta und den Gitarristen Miika Tenkula sowie Sami Lopakka kennzeichnen den Sentenced-Sound, etwa »Nepenthe« oder »Funeral Spring«. Sicherlich kein schlechter Einfall Tiamats, die Finnen für ihre Wintertour 94/95 als Support zu verpflichten, neben Amorphis eine der hoffnungsvollsten Combos in diesem Bereich. Übrigens schreckt das Quartett auch vor textlichen Spötteleien über diverse Rock'n'roll-Klischees nicht zurück: »Dance On The Graves«. (nat)



Siehe auch:
Tiamat
Amorphis
The Black League
Poisonblack

 Sentenced: Amok

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.sentenced.org

   

The Funeral Album
(2005, Century Media/SPV 77546-2)

»This Is It. There will not be a reunion, comeback or any other pathetic and soap-operish circus that seems to be in fashion these days«, tönt Gitarrist Lopakka großspurig – mal abwarten, was die Jungs in ein paar Jahren anstellen, wenn ihnen das Geld ausgeht. Vorläufig tragen sie sich mit »THE FUNERAL ALBUM« selbst zu Grabe.

Das in 16 Jahren Bandgeschichte gereifte Spektrum der Finnen um Ville Laihiala reicht vom düsterrockigen Opener »May Today Become The Day« über das an die »AMOK«-Zeiten erinnernde Intermezzo »Where Water Falls Frozen« über Gothic mit »Consider Us Dead« bis zum tatsächlichen »End Of The Road«, begleitet von Grabglocken und Kinderchor. Ein würdiger Abgang. (nat)



Siehe auch:
W:O:A Full Metal Juke Box – Vol.3
KYPCK
Poisonblack
The Man Eating Tree

   

Crimson
(2000, Century Media/SPV)

Rau ist gar kein Ausdruck für die Töne, die Laihiala zum Opener »Bleed In My Arms« dergestalt ins Mikro röchelt, als ob er die Nacht mit einer Dreiliterflasche Jack Daniels verbracht hätte. Derb, aber durchaus melodisch, begleitet der Fronter die begnadeten Melodien des Instrumentenquartetts Lopakka / Tenkula / Kukkohovi / Ranta, stimmt sporadisch sogar klare Töne an: »Killing Me, Killing You«.

Die elf exquisiten Songs des Sextlings etablieren sich sofort als Dauercamper in den Lauschern – zum gebührenden Empfang des neuen Jahrtausends servieren Sentenced ihre bis dato kraftvollste Scheibe. Respekt! (nat)

   

Story
(1997, Spinefarm SPI 44 CD)

»STORY« erzählt die (halbe) Sentenced-Geschichte: von den Anfängen der ehemaligen Death Metal-Band, mit »The Truth« vom Debüt »SHADOWS OF THE PAST« aus dem Jahre 1991 bis zur melodischeren »DOWN«-Scheibe aus dem Vorjahr, bei deren Stücken »Noose« sowie »Sun Won't Shine« schon der spätere Frontmann Ville Laihiala am Mikro steht.

Ferner covern die Verurteilten drei Stücke der Trooper-EP Iron Maidens – und interpretieren den Billy Idol-Song »White Wedding«. Eine interessante Mixtur, mit Todesgrunzern plus klangvollen tiefen Vocals, nicht nur zur äußerlichen Anwendung bestimmt: Rein damit, in die Ohren! (nat)

   

Down
(1996, Century Media/SPV 77146-2)

Tervetuloa Ville Laihiala – so heißt der neue Mann am Mikro auf dem Drittling. Zugleich kehren die Finnen mit »DOWN« musikalisch dem Death Metal den Rücken und schließen ab mit den »AMOK«-Zeiten. Stattdessen werden Sentenced massentauglicher: Sie begleiten die sanfteren, aber düsteren Melodien verstärkt mit Keyboard/Synthesizer.

Und sie schrecken auch nicht vor weiblichem Background-Gesang zurück wie in »Ode To The End«. Ja, selbst orientalischen Weisen sprenkeln sie ein – und gelegentlich schimmern die todesmetallischen Wurzeln doch durch. Eine überaus gelungenes Album, auf dem besonders der Opener »Noose« oder »Sun Won't Shine« ins Ohr gehen. (nat)

   

North From Here
(1993, Century Media/SPV 9746-2)

Wer erst Anfang 2000 auf die Finnentruppe aufmerksam wurde, sprich die melodiöseren Werke kennt, den dürfte die zweite Scheibe ordentlich überraschen: Meist wütet aggressiver Death Metal aus den Boxen, irgendwo in der Nachbarschaft Morbid Angels angesiedelt, etwa »Wings« oder »My Sky Is Darker Than Thine«.

Trotz Jarvas Mikro-Grunzern und leidenschaftlichen Gitarrenriffs bietet »NORTH FROM HERE« mehr als hirnloses Geschrammel: Vor allem Stücke wie – Nordland-Klischee, ich hör dir trapsen – »My Sky Is Darker Than Thine« oder »Awaiting The Winter Frost« zeigen erste melodische Ansätze. (nat)



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