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Alle Rezensionen zu Stafrænn Hákon
(Genre »Rock«, Land »Island«)

 

Gummi
(2007, Resonant RESCD023)

Stafrænn Hákon hat seine musikalischen Wurzeln in der Zeit, als auch Sigur Rós und Múm die ersten sphärischen Töne von sich gaben – und wenn man seine aktuelle, bereits fünfte CD »GUMMI« hört, dann mag man fast von einer Schule sprechen, die ihre ganz eigene schwebende Ästhetik von der Vulkaninsel in den Rest der Welt exportiert. Denn Stafrænn Hákon muss sich neben seinen bekannteren Kollegen nicht verstecken, so wundervoll melancholisch, so liebevoll klimperig, so traumsicher schwebend und von langem Atem getragen ist das Album.

Gleich der erste Track »Járn« baut sich immer weiter auf, aus dunklem Glimmen zu symphonisch strahlender Größe. Mit einer blind verständigen Band ausgestattet, und mit Birgir Hilmarsson von Blindfold/Ampop sowie Caspar Clausen und seinem dänischen Efterklang als Sänger, schaukelt sich die Musik ganz sanft und still auf. Immer wieder streuen Synthesizer, ein ganzes Arsenal von Schlag-, Streich- und Blas- und sonstigen Instrumenten aparte, flimmernde Klänge ein, aber die klassische Post-Rock-Besetzung mit verwobenem Gitarrenklang dominiert. Wer die isländische Traummusik mag, sollte sich Stafrænn Hákon merken. Sein »Gummi« ist eine echte Perle. (sep)



Siehe auch:
Sigur Rós
Múm
Blindfold
Efterklang

Stafrænn Hákon: Gummi

Offizielle Website

Offizielle Website      shakon.com

   

Ventill/Poki
(2004, Resonant RESCD 009)

Okay, Leute, ihr dürft träumen, träumen, träumen. Spielt doch Stafrænn Hákon alias Olafur Josephsson jene Musik, die man von Island erwarten darf: Überbordende Streicher treffen auf synthetische Chorpassagen, als habe man alle Chöre der Inselrepublik in den Rechner eingegeben. Und es klingt und rauscht und wallt und schwebt, als ob einem eine Elfe über die Schulter schaut. Eine? Ach, Dutzende, Hunderte, Tausende gar, in gleißendes Licht getaucht, dass man blind zu werden fürchtet. Dazu schwingt und klingt es herzzerreißend; jedes Stück eine Ode an die Welt, an das Universum – an das, was dahinter noch kommen mag.

Gewiss liegt das alles mehr als nahe am Pathos. Und es mag Hörer geben, die sich mit Grausen abwenden und nach einem Gegenmittel rufen. Die kurz Hoffnung schöpfen, wenn Meister Hákon es ein wenig trippeln und kratzen und friggeln lässt. Doch bald schon geht der Blick wieder gen Himmel, der sich öffnet und öffnet und öffnet und nicht enden will. (frk)



Siehe auch:
Calder



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