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Alle Rezensionen zu Black Audio
(Genre »Beats«, Land »Finnland«)

 

Iron Rhino
(2006, If Society IF-34)

So viele Wege. So viele interessante Abzweigungen. Auf der sicheren Hauptstraße zu bleiben ist langweilig. Haben sich die vier Jungs von Black Audio gedacht, als sie feststellten, dass sie Blues, Pop, Prog, Soul, Triphop, Trance und was auch immer aus der unerschöpflichen Kruschelkiste der Populärmusik hüpft mindestens genauso lieben wie intelligente Electronics. Das Ergebnis heißt »IRON RHINO« und entzieht sich jeder einfachen Definition und macht gerade durch das Unterlaufen von Erwartungen einen Riesenspass. Es ist leicht, es ist elegant, es ist cool, es ist lärmig, es ist skurril und es ist extrem tanzbar. Black Audio laden ein, mit ins Boot zu springen und sich dem Fluss anzuvertrauen und großäugig zu schauen, was nach der nächsten Biegung kommt.

Als Extra haben sich Black Audio den talentierten Pop-Nerd Janne Laurila als Sänger für den Song »New Ghosts« mit an Bord geholt – die Helsinki-Szene hat Züge eines Dorfes. Laurila, ein echtes Spielkind, passt sich wunderbar der unorthodoxen Kreativität der Band an. »IRON RHINO« ist eines der Alben, das man ein Dutzend Mal hören kann, und immer wieder neue Facetten entdeckt. Ziemlich prickelnd. (emv)



Siehe auch:
Verschiedene: Tervetuloa Kioskiin Vol. 4

 Black Audio: Iron Rhino

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.blaudio.net

   

A Million Stars Are Burning
(2004, Autotehtaat-Levyt AUT-011)

Kein Wunder, dass sich ihre Musik bis heute erfolgreich gegen jegliche Kategorisierung sträubt: Die Programmierer von Black Audio harmonisieren seit 1997 launischen Elektro-Funk, tanzbaren Doomsday-Rock und Polarnacht-Folk zu einer leicht angeschrägten Melange voll intimer Tiefen. Sounds im stylischen Moog-Gewand, die ob ihrer gesteigerten Gemächlichkeit und Monodirektionalität jedoch bedrohlich leise und distinguiert daherkommen.

Näselnd unaufgeregt, gleichzeitig auch sehr einlullend verbreiten überdies die Vocals Niedergeschlagenheit und Resignation. Graumalende Beobachtungen der flackernden Kälte. »Born Lazy« hätte neben einem Songtitel auch einen dienlichen Albumtitel abgegeben. (maw)

   

Echo Hill
(2002, A Westside Fabrication AUT-009)

Fade In. Sphärig wabern die Beats aus der Groovebox, lockt eine angeschrägte Mundharmonika-Melodien an, die unablässig haarscharf am Refrain vorbeischrammen. Die Klangkonstrukte erinnern dabei als allzu entlehnt bei 22 Pistepirkko, um komplett eigenständig zu wirken, was durch die entsprechende nasale, herrlich akzentbeladene Stimme Villes gleichsam pointiert wird.

Dennoch verleiht auch hier die brüchige Stimme dem elektronisch angehauchten, polaren FunkHop eine behagliche Intimität und unterschwellige Bedrohung, so dass »ECHO HILL« einen erstklassigen Soundtrack zu einem urban-modernen Film abgeben würde. Zudem schafft es die distanzierte Interpretation, warme Stimmungen gekonnt zu imitieren, finnische Tristesse zu logieren und dabei nur partiell einen schalen Beigeschmack der Unverbindlichkeit zu hinterlassen. Fade Out. (maw)



Siehe auch:
22 Pistepirkko



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