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Alle Rezensionen zu Apoptygma Berzerk
(Genre »Beats«, Land »Norwegen«)

 

You And Me Against The World
(2005, Gun/Sony BMG 82876731102)

Mittlerweile werden ihre Klingeltöne im Sparpaket zu bester Sendezeit angepriesen: Mit etwas Zeitverzögerung sind Apoptygma Berzerk nun endgültig das große Ding, szenenübergreifend. Neuerdings packt man die Gitarre aus und macht sehr regen Gebrauch davon, dominant und begleitet von Schlagzeug. So besteht das Album aus kompakten Synthiepop-Rocksongs, mit meist starken Refrains und hymnenhaften Melodien von durchgängigem Hitcharakter – als prominentester Vertreter wäre das kitschige Kim Wilde-Cover »Cambodia« zu nennen. Apropos Kitsch: Arg dürfte für den Fan der ersten Stunde der leichtgewichtige Bonustrack »Shine On« sein.

Der untypischste Song ist wohl »Maze«, entstanden in Kooperation mit den Landsmännern Mortiis – ein treibender Rocksong, der stark an Placebo erinnert. Jedes neue Apoptygma Album stellt zwar einen gewissen Bruch mit dem Vorgänger dar, doch diesmal dürfte die Kluft besonders groß sein. Verabschieden darf man sich von monotonen Techno-Stampfern, Klang-Kollagen und Euro-Dance; an den rockigen Sound dieses bis dahin kommerziellste Album muss man sich dagegen erst einmal gewöhnen. (chd)



Siehe auch:
Mortiis


Zum Artikel über Apoptygma Berzerk

 Apoptygma Berzerk: You And Me Against The World

Offizielle Website

Offizielle Website      http://www.theapboffice.com

   

Rocket Science
(2009, Gun 88697018202)

»Pleased To Meet You, We Came To Drop Bombs On You«, so startet der Opener »Weight To The World«. Lässt die Truppe um Stephan Groth auch eine musikalische Bombe fallen? Die erste Single-Auskopplung und zugleich der zweite Titel auf dem Studiosechstling »Apollo (Live On Your TV)« ist jedenfalls poppig und eingängig, kurzum: charttauglich.

»ROCKET SCIENCE« hält weiterhin den Kurs des Vorgängers »YOU AND ME AGAINST THE WORLD« – und die Fans der ersten Stunde müssen sich entscheiden: Trauern sie den »7«-Zeiten nach oder steigen sie in Apoptygma Berzerks neue Rakete? Diese steuert unbeirrt in die Höhe, angetrieben von einer Elektropop-Synthierock-Mischung mit einem Schuss Gitarren. Sie hinterlässt ein Schweif aus sphärischen, dynamischen und clever ausgeklügelten Songs wie »Incompatible«, »Shadow« oder »Butterfly Defect«.

PS: Wenn ich jetzt noch meine Original Kaufkassetten aus den 70ern fände..., wüsste ich wo Groth das Sample im Mittelpart des Openers her hat. (nat)

   

The Singles Collection
(2003, Tatra Records/Sony Music TATCD063)

30 meist sehr technolastige Singles hamstert der gebürtige Däne auf einem Doppelalbum. Von »Ashes To Ashes« oder »Burnin' Heretic« der Anfangstage bis zu Metallicas »Nothing Else Matters« reicht das Spektrum. Zum Einstieg erschüttern erstmal sage und schreibe sechs(!) Versionen von »Kathy's Song« die Boxen. Braucht man das?

Auf viele Stücke könnte man ohne weiteres verzichten; trotz der kreativen Titel kommt zwischendurch Langeweile auf. Vermutlich liegt das an dem eintönigen Techno-Sound, der so oft die Melodien zukleistert, bevor mit dem letzten Track – passenderweise »Dust To Dust« betitelt – alles zu Ende geht. (nat)

   

Harmonizer
(2002, WEA 0927.42973.2)

Nach dem letzten Album »WELCOME TO EARTH«, das mit tanzbaren Elektrobeats, etwas Wave-Tristesse und einfachen Melodien trafen den Nerv der EBM- und Synthiepopszene, gab es folgende Möglichkeiten: Vom Status Quo weiter in Richtung Kommerz oder zurück zu den EBM-Wurzeln?

Apoptygma Berzerk entschieden sich für das gesamte Spektrum: Opener »Suffer In Silence« und die Single »Until The End Of The World« mit ihren bedenklich kitschigen Keyboards zielen direkt aufs Radio ab. »Rollergirl« könnte ein direkter Nachfolger von »Kathys Song« sein. Zudem gibt es düstere Tracks wie »OK Amp-Let Me Out« und das Instrumental »Detroit Tickets«. Wegen der naheliegenden Effekte und Melodien kann man »HARMONIZER« nicht gerade als zukunftsweisend bezeichnen, jedoch als zeitgemäße elektronische Popmusik. (chd)

   

Soli Deo Glorias
(2002, Tatra Records/Sony Music TATCD018)

Zwischen den düster groovenden, klangvollen und absolut tanzbaren Elektro-Hymnen des Erstlings verbergen sich sporadisch Gitarren-Bands: In »Skyscraping« verstecken Apoptygma Berzerk Samples von Alice In Chaines oder Sonic Youth. »SOLI DEO GLORIA« verspricht eine authentische, engagierte Stilvielfalt mit einem Hauch 80er-Synthipop à la Depeche Mode oder Alphaville. Original 1993 veröffentlicht, wurden aus rechtlichen Gründen auf dieser remasterten Neuauflage einige Samples entfernt.

Mastermind Groths erschafft Szene-Clubhits wie »Bitch«, »Stitch« oder das Velvet Underground-Copver »All Tomorrow Parties«. Dazwischen tauchen immer wieder religiöse Motive auf, sowohl in den Texten (»Burnin' Heretic«) als auf dem Cover, wo Adams Hand zu der des Teufels manipuliert wurde. (nat)

   

7 – Second Album From 1996
(2002, Tatra Records TATCD 034)

Das Intro zum ersten Song »Love Never Dies«, eine Kirchenorgel gemischt mit Synth, könnte problemlos eine Blackmetal-Scheibe à la Dimmu Borgir eröffnen. Doch schon wenige Takte später können EBM-Freunde aufatmen: Apoptygma Berzerk bleibt Apoptygma Berzerk, auch auf der »neuen« Ausgabe von »7«, die offiziell unter »remastered« läuft.

Das ist allerdings nicht ganz korrekt, denn beim Opener gibt's einen Eingriff: Die Carmina Burana-Samples des Originals aus dem Jahre 1996 verschwanden. Der eigentliche Zweitling, mit seinen Publikumserfolgen »Non Stop Violence«, »Deep Red« und »Mourn«, ebnet den Norwegern den Weg in die USA: starke Elektromusik, mit zuweilen poppigem Einschlag, die dank ihren Texten mehr kann als nur Tanzflächen füllen. (nat)

   

APBL2000
(2001, EastWest/Warner 0685738862726)

Weniger Tristesse, mehr Melodie und Harmonie mischten Apoptygma Berzerk unter ihr EBM-Grundgerüst. Der Erfolg der Norweger mit dieser Dark-Dance-Mucke führte sie nicht nur durch Europa. Mit einem eindrucksvollen »Good Evening, San Francisco« wird die Show on Disc eröffnet. Es folgen Aufnahmen von diversen Konzerten, u.a. Fort Lauderdale, Oslo, Dortmund, Atlanta.

Hits wie »Kathys Song«, »Starsign« oder »Eclipse« wechseln sich mit Klassikern wie »Bitch«, »Non Stop Violence« und »Stitch« ab. Auch das Metallica-Cover »Fade To Black« fehlt nicht. Insgesamt wurde die euphorische Stimmung eines Apoptygma-Gigs sensationell gut eingefangen. Die Gitarren wurden deutlicher als auf Studio-CDs abgemischt; so rocken die Songs doch eine ganze Ecke mehr. (chd)

   

Welcome To Earth
(2000, WEA 807.104-2)

»WELCOME TO EARTH« geriet zum Durchbruch der Band um den in Dänemark geborenen Norweger Stephan Groth. Er, mit einem Bluesmusiker als Vater und einer DJane als Mutter, half das EBM-Genre zu definieren. Apoptygmas 2000er-Album konnte jedoch nur dewegen so erfolgreich werden, weil sich hier die Band – im Gegensatz zu vielen Genre-Kollegen – nicht dem Industrial zuwandte, sondern den Kurs Richtung melodiöse Techno-Elektronik und damit hin zur Stromlinienförmigkeit korrigerte.

Für »WELCOME TO EARTH« waren diverse Top-Platzierungen in den Alternative-Charts die Folge; auch die Sinlge »Kathy's Song« konnte sich dort behaupten und wurde zusätzlich durch die erfolgreiche Remix-Fassung des Holländers Ferry Corsten geadelt. Bei allem Mainstream-Gemäkel sollte man jedoch nicht übersehen, dass die raffiniert entworfenen Synthiepop-Stückchen zeitweise durch recht atmosphärische Passagen führen. (lha)

   

The Apopcalyptic Manifesto
(1998, Ntekk)

Tatsächlich war diese Mischung aus neuen Tracks und Remixen für den amerikanischen Markt gedacht, doch sie stieß auch in Europa auf Begeisterung. »THE APOPCALYPTIC MANIFESTO« liefert einen empfehlenswerten Querschnitt durch die Werke Stephan »Grothesk« Groths, alleiniger Produzent von Apoptygma Berzerk.

Dabei greifen ihm Studiomusiker unter die Arme: Gitarristen, Percussionisten, Sänger(innen) wie in »Deep Red«, und für Liveshows touren Keyboarder plus Gitarrist mit. Neben Kulttracks wie »Bitch« oder »Burnin' Heretic« tummelt sich hier beispielsweise eine »German Slam Version« von »Ashes To Ashes«. (nat)



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