Zur Hauptseite
Diese Seite empfehlen Neuheiten Artikel Service Suche Impressum

Alle Rezensionen zu Tuomi
(Genre »Jazz«, Land »Finnland«)

 

Tightrope Walker
(2005, Traumton/Indigo 4480)

Wer Kristiina Tuomi in einen Topf wirft mit manch anderen Sängerinnen aus Nordeuropa, die geschmackvoll-süßlich zwischen Jazz, Pop und Easy Listening wandeln, sieht sich schnell getäuscht. Enttäuschung ist jedoch nicht angebracht, im Gegenteil: Die 27-jährige, in Berlin lebende Sängerin changiert ernsthaft, aber lustvoll zwischen Kunstlied, Pop und Jazz (ohne zu swingen). In recht düsteren Tönen, aber auch nicht ohne Humor. Auf jeden Fall mit einer kühlen, vibratolosen, glasklaren Stimme und mit Stil und Klasse.

Der Ansatz von Tuomi (dem Trio, nicht nur der Sängerin) ist ein spezieller: Die Texte stehen im Vordergrund oder kamen zumindest zuerst: Vertonungen von E.A. Poe und Shakespeare; auch ein kurzes Suzanne Vega-Cover fällt nicht aus dem Rahmen. Wobei sich Kristiina Tuomi selbst auch als Texterin hervortut: großartig etwa ihre bitterböse Abrechnung mit dem Ex in »Golden Brown«: »... And I don't really care if you die out there, and I won't remember your kiss, your hands, your touch, your voice ...«. Musikalisch inszeniert hat das in erster Linie der Berliner Pianist Carsten Daerr, dem klassische Ausbildung ebenso anzuhören ist wie dem portugiesischen Bassisten Carlos Bica die Jazz-Heimat. Ein sensationelles Debüt, jenseits aller stilistischen Vorstellungen. (tjk)



Siehe auch:
So.Weiss

 Tuomi: Tightrope Walker

Offizielle Website

Offizielle Website      www.traumton.de/tuomi_d.html

   

The Expense Of Spirit
(2007, Traumton/Indigo 824252)

Ob Kristiina Tuomi jeden Morgen erstmal ein paar Zeilen Blake oder Yeats oder Poe zum grünen Tee liest? Gut möglich – schließlich durchdringt der dunkel-romantische, gelegentlich auch exaltierte Geist dieser Dichter auch ihr zweites Album. Zur Seite stehen ihr abermals Pianist Carsten Daerr und Bassist Carlos Bica, die ebenso zurückhaltend wie treu sich aufs Instrumentieren konzentrieren und die Ausgestaltung der vierzehn Songs ihr überlassen. Eine echte Perle dabei Tuomis wegweisende Interpretation des Rilke-Liedes »Liebes Lied«.

Für ihre Verhältnisse geradezu poplastig kommt dagegen »Hide and Seek« daher, das – Achtung: Titel! – zuvor gehörte Tonfolgen spielerisch aufnimmt und verarbeitet. Womit sich zeigt, dass sie nicht wie viele andere Sängerinnen einfach ein paar Songs aneinander reiht, sondern diese CD eines der heute so selten gewordenen Konzeptalben ist. (frk)



Neuheiten | CD-Rezensionen | Artikel | Service | Suche | Impressum | Datenschutz

CD des Monats | Nach Genre | Nach Land | Nach Musiker | DVDs | Erweiterte Suche

              

© 2000 - 2018, Design & Programmierung: Polarpixel