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Alle DVD-Rezensionen zu HIM
(Genre »Rock«, Land »Finnland«)

 

Love Metal Archives Vol. 1
(2005, GUN/Sony BMG 82876690829)

HIM, eine der derzeit – vor allem in der weiblichen Teeniewelt – erfolgreichsten finnischen Rockexporte öffnet die Archiv-Pforten. Wenn das eher wahl- und lieblos als mit einem durchdachten Konzept gemacht wird, entsteht leicht der Einruck, hier wird ausgemistet und verramscht. Frelich klingen fünf Stunden Material erst einmal beeindruckend, aber wenn man sich durch alle 15 offiziellen Videos und 24 Live-Clips von sieben verschiedenen Bühnen gekämpft hat, fragt man sich: »Wozu«?

Der in den Studiofassungen mit Kompressoren und Limitern wie ein Heißluftballon aufgeblasene Sound zeigt zwar HIMs Talent für eingängige Melodiechen, kann aber nicht die billige Strickart der meisten Songs verhehlen. Die Entwicklung durch die Jahre 1998 bis 2004 enthüllt vor allem dreierlei: Erstens hat die Band an Bühnenpräsenz deutlich gewonnen. Zweitens hat Frontmann Ville Hermanni Valo mittlerweile endlich die alberne schwarze Strickmütze ausgemottet, nicht aber die Marotte abgelegt, Zigarette und Mikrofon mit einer Hand gleichzeitig möglichst cool halten zu wollen. Drittens nervt die Masche von Herzschmerz und morbider Todessehnsucht auf Dauer ganz gehörig.

Freilich haben Valo und seine Kumpanen im Laufe ihrer Karriere auch einige feine Songs zustande gebracht, aber die sind kaum berücksicht. Und so hinterlässt die DVD – trotz Bonusmaterial wie Alternativ-Videos, ursprünglich für Journalisten produzierte Electronic Press Kits und Live-Raritäten wie etwa dem Billy Idol-Cover »Rebel Yell« vom Provinssirock Festival – einen schlechteren Eindruck, als ihn die Band verdient hat.

Nett übrigens die Möglichkeit, sich die Clips entweder alphabetisch, nach Live- und Video-Fassungen oder chronologisch nach Alben sortiert anzusehen. Doch auch hier wieder ein Wermutstropfen: Die optisch ansprechende Benutzerführung ist teilweise entsetzlich umständlich. (peb)



Siehe auch:
HIM (CD-Rezension)


Zur Konzertkritik über HIM

 HIM: Love Metal Archives Vol. 1

 

Poison Arrow
(2006, Chrome Dreams/In-Akustik CVIS392)

Diese DVD braucht nicht mal ein HIM-Fan – oder doch? Denn sie startet mit den Worten: »This film contains no music or performances by HIM«. Was enthält sie dann?

Nach einer ziemlich peinlichen Einleitung zu Finnland im Allgemeinen und Helsinki im Speziellen richtet die englische Sprecherin ihren Fokus auf HIM. Eine Stunde lang dürfen Menschen aus dem HIM-Dunstkreis, Fans inklusive, ihren Senf zu der finnischen Truppe abliefern – Neues erfährt ein Fan sicherlich nicht. Die Band flackert nur ab und zu als Hintergrundbild über den Bildschirm.

Das Ganze nennt sich dann »An unauthorised documentary film packed with exclusive interviews«, übrigens alles in mehr oder minder gutem Englisch ohne Untertitel. »POISON ARROW« krönt zu guter Letzt das Bonusmaterial: Ein »Kinder, habt Ihr auch gut aufgepasst«-Quiz mit 15 brillanten Fragen, sowie eine vollständige Discografie bis zum »DARK LIGHTS«-Album.

Und jetzt vergessen wir das Ganze ganz schnell wieder. (nat)



Siehe auch:
HIM (CD-Rezension)


Zur Konzertkritik über HIM

 HIM: Poison Arrow



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