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Alle DVD-Rezensionen zu Gluecifer
(Genre »Rock«, Land »Norwegen«)

 

Royally Stuffed
(2004, SPV 99177)

»Nicht kleckern, sondern klotzen« lautet das Motto dieser Scheibe: Eine Dual-Layer-DVD hat Gluecifer gefüllt mit drei Stunden Spielzeit, davon 75 Minuten Livekonzert in Bergen, 30 Minuten Interview, allen acht Videos samt Bonus-Video, der kompletten Discografie mit Hörbeispielen sowie einer Reihe amüsanter Zusatz-Features.

Als da wären: bandeigene Videomitschnitte vom Blödeln, Trinken und Partyfeiern – ja sogar eine Session mit den Ärzten, wie sie alle zusammen Judas Priest covern. Auch wie zahlreiche Fans und Musiker – darunter die Kollegen von Krokus oder In Extremo – mehr oder weniger druckvoll den Satz »Rock is cool« artikulieren, sorgt für heitere Laune.

Die Hauptsache jedoch: Diese DVD belegt, dass Gluecifer zusammen mit Turbonegro und den Hellacopters zu den wichtigsten (Punk-)Rockbands Skandinaviens zählen. Biff Malibu, Cpt. Poon, Raldo Useless, Stu Manx und Danny Young bringen einfach jede Halle zum Kochen. In jüngster Zeit zunehmend durch riffgewaltigen Hardrock à la AC/DC – einer Gangart, die den Norwegern ausnehmend gut bekommt. Soli allerdings brauchen sie nicht, denn schnörkellos, laut und ungebärdig kommt Rock eben immer noch am besten. (peb)



Siehe auch:
Gluecifer (CD-Rezension)
Turbonegro (CD-Rezension)

The Hellacopters (CD-Rezension)


 Gluecifer: Royally Stuffed

Offizielle Website      http://www.gluecifer.com

 

Farewell To The Kings Of Rock
(2009, Mate In Germany/Soulfood MIG 011)

Schluss. Aus. Vorbei. Die norwegischen Kings Of Rock sind Geschichte. Am 14. Oktober 2005 gaben Gluecifer ihr Abschiedskonzert im Osloer Sentrum Scene. Diese DVD enthält eben dieses Konzert in voller Länge: »FAREWELL TO THE KINGS OF ROCK« zeigt binnen 100 Minuten warum »God's Chosen Dealer«s, wie die mittlerweile ebenfalls aufgelösten Hellacopters, zur Speerspitz des skandinavischen Rocks gehör(t)en.

Die Menge im ausverkauften Club bejubelt bereits die Schatten hinterm den weißen Laken, die Silhouetten des Sängers Biff Malibu, der Gitarristen Captain Poon / Raldo Useless, von Bassist Stu Manx und Schlagzeuger Danny Young. Die ersten Takte von »Automatic Thrill« erklingen, der »Vorhang« fällt. Die Klangqualität ist von Anfang an extrem gut – zumindest was die Band betrifft: Obwohl das Publikum die Jungs frenetisch feiert, hört man davon keinen Ton. Das ändert sich glücklicherweise im Laufe des Sets, lässt wirkliche Live-Atmosphäre entstehen.

Trotz der Hitze auf der Bühne hält es sich Biff vier Songs lang in seinem Jackett aus, zwei Songs später folgt auch Raldo seinem Beispiel. Die – englisch untertitelten – Ansagen hält Biff meist kurz, die Jungs rocken ohne Gepose durch 22 Lieder aus all ihren Schaffensperioden: Vom Debütalbum »RIDIN' THE TIGER« über »SOARING WITH EAGLES…«, »TENDER IS THE SAVAGE« und »BASEMENT APES« bis zur letzten Studioscheibe »AUTOMATIC THRILL«.

Captain Poon nutzt Raldos Solo in »Black Book Lodge« um sich seiner Lederweste zu entledigen, liefert sich oben ohne dann ein mehrminütiges Saitenduell mit ihm. Bleibt die Frage, warum im folgenden Schlagzeugsolo ein goldenes Banner mit »Durex«-Logo hinterm Drumkit herabgelassen wird? Ist es Teil einer norwegischen Aufklärungskampagne – du denkst Chlamydien sind Zimmerpflanzen?

Gluecifer verschwinden nach »Black Book Lodge« und 75 Minuten Spielzeit zunächst einmal von der Bühne. Als Biff danach wieder zurückkehrt, das Mikro ergreift und den Fans für ihre Treue dankt, fallen ihm die ersten roten Rosen auf den Brustkasten. Mit den Blumen in der Hand, intoniert er die erste Zugabe »Desolate City«, für Zugabe Nummer zwei reichen die ersten Schlagzeugtakte von Danny aus: Schon ertönt aus hunderten Kehlen »I Got A War«, die letzten Takte spielt Stu Manx mit einer Rose zwischen den Zähnen – die ihm Raldo via Mundraub abnimmt.

Nach 90 Minuten lassen sich die Kings Of Rock für die wirklich letzten Zugaben auf die Bretter bitten: »Bossheaded« und »Easy Living«, das das Quintett dank diverser (Mitsing)Einlagen auf satte sieben Minuten streckt. Nach zweiminütigem Applaus ist es wirklich vorbei: Gluecifer sind Geschichte.

Als Bonus gibt es (leider nur) sämtliche Videos der Band: Den Anfang der zehn Clips macht »Desolate City«, »Easy Living« ist ebenso dabei wie »I Got War«, den Schlusspunkt setzt »Little Man«. (nat)



Siehe auch:
Gluecifer (CD-Rezension)
The Hellacopters (CD-Rezension)


 Gluecifer: Farewell To The Kings Of Rock

Offizielle Website      http://www.gluecifer.com



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