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Alle DVD-Rezensionen zu Arch Enemy
(Genre »Metal«, Land »Schweden«)

 

Live Apocalypse
(2006, Century Media Century Media)

Meine Fresse, kann diese Frau grunzen! Frontsau Angela verplempert keine Zeit mit unnötig langen Ansagen, sondern haut einen Song nach dem anderen raus – und die 2.500 Fans im restlos ausverkauften Londoner Forum danken es ihr: Enthusiastisch singen sie mit, surfen über die Menge, recken Teufelshörner in die Höhe. Nach einer guten Stunde brüllt die schwitzende Masse nach mehr. Natürlich erfüllen die Schweden ihren Wunsch: eine weitere Viertelstunde volle Dröhnung, das Publikum geht bis zur letzten Sekunde mit und tobt bis auf den letzten Emporenplatz. Angela schwenkt am Ende die schwedische Flagge, die ihr ein Fan aus der ersten Reihe überreicht. Was für eine geile Liveband!

Doch nach dem Abspann stellt sich die Frage: Moment, das Konzert war am 17.12.2004 – wieso veröffentlicht Arch Enemy die erste (Live)-DVD erst anderthalb Jahre später? Michaels Bruder Christopher Amott, Gitarrist und Gründungsmitglied, stand hier zum letzten Mal mit Arch Enemy auf der Bühne – Grund genug ihm mit DVD 1 der »LIVE APOCALYPSE« Tribut zu zollen. Erwähnt sei nebenbei die astreine Bild- und Tonqualität (wahlweise als Stereo, Dolby 5.1 Surround oder DTS 5.1 Surround) des kompletten Mitschnitts, insgesamt 19 Songs, ohne überflüssige Spielereien der Kameraleute.

DVD 2 fährt jede Menge Bonusmaterial auf: einen zehnminütigen »Tour! Tour! Tour!«-Film, sowie einen Mini-Film über die UK-Tour 2005. Danach plaudern Daniel und Michael im »Gear-Talk« eine Viertelstunde über ihre Ausrüstung und mehr. Interessantes erfährt der Zuschauer in den Interviews: etwa, wie sich Michael fühlte, als sein Bruder die Band verließ, dass Rob Halford für Angela den besten Sänger aller Zeiten darstellt, oder was wäre, »if I wasn't in Arch Enemy ...«.

Es flogt ein Blick hinter die Kulissen des Video-Drehs zu »My Apocalypse«, eine ausführliche Bilder-Slideshow und mehrere Promo-Videos: »Ravenous«, »We Will Rise«, »Nemesis«, »My Apocalypse«. Bei »Nemesis« kann man außerdem zwischen der normalen Version und dem Director's Cut wählen – oder kann die Unterscheide in der dritten Variante (Split-Screen) direkt vergleichen. Zu guter Letzt gibt es drei Livesongs in Multi-Angle Version: Bei »Dead Eyes See No Future«, »Bury Me An Angel« plus »Heart Of Darkness« kann man sich statt der normalen Version nach Wunsch auf einen der Musiker konzentrieren: Angela, Daniel oder das Trio Mike/Chris/Sharlee stehen zur Auswahl.

Empfehlung: Macht mit beim speziellen Triathlon zu dieser DVD: Kaufen, anschauen, freuen. (nat)



Siehe auch:
Arch Enemy (CD-Rezension)

 Arch Enemy: Live Apocalypse

Offizielle Website      http://www.archenemy.net/en/

 

Tyrants Of The Rising Sun – Live In Japan
(2008, Century Media 9978367)

Zwei Jahre nach »LIVE APOCALYPSE«, dem Mitschnitt vom Auftritt Ende 2004 im Londoner Forum, schmeißen Arch Enemy die näxte DVD auf den Markt. »TYRANTS OF THE RISING SUN – LIVE IN JAPAN« zeigt den Gig der Schweden im Tokioer Shinkiba Studio Coast, Teil der Asien-Tour Anfang 2008.
Eine Minute klatschen die Fans, recken Teufelshörner, bis sich ein schwarzgekleideter Daniel Erlandsson hinters Drumkit klemmt. Fast eine weitere vergeht bis er endlich erlösend auf die Becken klopft, das ebenfalls schwarzgekleidete Saitentrio spielend auf die Bühne tritt. Und endlich, endlich betritt Angela die Bühne, stößt den ersten tierischen Röchler ins Mikro. Die Fronterin im weißen »Pure Fucking Metal«-Outfit hat die Meute für die kompletten 95 Minuten im Griff – die jeweiligen Soloauftritte der Musiker beiseite gelassen.

Ja, mit dem zu »RISE OF THE TYRANT«-Album zurückgekehrten Christopher Amott ist das Quintett wieder eine Live-Supermacht. Schlag auf Schlag, ohne Verschnaufpause: Intro, »Blood On Your Hands«, »Ravenous«, »Taking Back My Soul«. Respekt. Kurze Ansage, weiter geht's, »Dead Eyes See No Future« kracht aus den Verstärkern, es folgt »Dark Insanity«. Erst vor »The Day You Died« wendet sich Angela an die Fans, widmet das, durch einen japanischen Film inspirierte Stück, dem japanischen Publikum. Der DVD-Betrachter fühlt sich dank der erneut ausgezeichneten Bild- und Tonqualität (wahlweise Stereo, Dolby 5.1/ DTS 5.1 Surround) fast, als sei er mittendrin, wenn die Japaner alles andere zurückhaltend den Schweden huldigen und kräftig mitgrölen. Nach einer halben Stunde hämmert Daniel mittlerweile klatschnass, aber ungebremst aufs Schlagzeug, liefert zehn Minuten später mühelos ein knapp vierminütiges Solo ab, weiter geht's: Es ist erst Halbzeit. Noch eine Dreiviertelstunde Spielspaß, bis sich Arch Enemy mit »Fields Of Desolation« und Outro endgültig verabschieden.

Das Konzert ist nun vorbei, doch nicht die DVD: Die Rubrik »Special Features« beinhaltet »The Road To Japan«, ein 45minütiges Road-Movie, mit ausführlichen Interviews der Band, angefangen mit »Bandyoungster« Angela. Versuche den Arch Enemy-Kulte im fernen Osten zu erklären, unternehmen auch Tetsu Miyamoto (Toys Factory Records) und Taka Okunu vom Burrn!-Magazin – das die Schweden via Leserwahl gleich in fünf Kategorien mit Auszeichnungen überhäufte: Beste Gruppe, bester Gitarrist, bester Schlagzeuger, bestes Album und bester Songwriter. Wo sie auch gehen schreiben die Schweden Autogramme für die Fans oder lassen sich mit ihnen fotografieren. Fazit des Road-Movies: Japan ist bunt, laut – und verrückt nach Arch Enemy.

Zu guter Letzt gibt's noch drei Promoclips: »Will Live Again« und »Revolution Begins« sowohl als Original wie auch »Band Performance«-Version. Summa summarum starke, gutgemachte 150 Minuten einer starken Band. (nat)

 Arch Enemy: Tyrants Of The Rising Sun – Live In Japan

Offizielle Website      http://www.archenemy.net/en/



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